Speedway-EM: Aus dem Keller in die Weltöffentlichkeit

Kolumne von Ivo Schützbach
Speedway-EM
Es geht nur aufwärts, wenn die Verbände die Vermarktung Profis überlassen. Seit One Sports Media das Ruder in der Speedway-EM übernommen hat, haben auch Stars und Medien Interesse.

Hätten Sie gewusst, dass Magnus Zetterström, Krzysztof Kasprzak, Matej Zagar, Jesper B. Monberg oder Sebastian Ulamek Speedway-Europameister waren? Nein? Das ist keine Schande. Der Europäische Verband FIM Europe (früher UEM) tat es die letzten zehn Jahren seinem grossen Bruder, dem Weltverband FIM, gleich, und bemühte sich nach Kräften, Professionalität und Öffentlichkeitsarbeit vom Sport fernzuhalten.

One Sport Media ist eine junge Marketing-Firma, sie gibt es erst seit 2008. Im Gegensatz zu Global-Playern wie IMG (Speedway-GP) oder Bridgepoint (MotoGP, SBK) ist OSM ein Zwerg. Erste Sporen verdiente sich das polnische Unternehmen im Speedway-Sport mit der Austragung der Rennen «Polen gegen den Rest der Welt», 2011 in Thorn (Torun). Das «Eurosport Best-Pairs» Anfang Juni 2013 kann ebefalls als grosser Erfolg gewertet werden, auch wenn die Zuschauerresonanz im Stadion mager war. Was heute zählt, ist Sendezeit im Fernsehen.

Mit der Ausrichtung der vier Finalrunden der Speedway-EM 2013 übernimmt OSM erstmals eine grosse Aufgabe. Dass die Hausaufgaben gemacht wurden, beweist der Drei-Jahres-Vertrag mit TV-Sender Eurosport und die Verpflichtung von Superstars wie Tomasz Gollob, Nicki Pedersen oder Emil Sayfutdinov für die EM. Alle vier Finalrunden werden von Eurosport live übertragen – auch in Deutschland.

Bislang zeigte die erste und zweite Garnitur der Speedway-Piloten diesem Prädikat die kalte Schulter. Ausser einem unbedeutenden Titel gab es nichts zu gewinnen: Kein Prestige, kein Geld, keine Sendezeit im Fernsehen.

Nun haben auch die Stars Interesse. Der dreifache Weltmeister Nicki Pedersen sagte nach seinem zweiten Platz in Danzig gegenüber dem dänischen Ekstra Bladet: «Ich freue mich sehr, dass ich eingeladen wurde. In einem Finale verdiene ich ungefähr das Geld, wie in einem Match in der polnischen Liga. Aus diesem Gesichtspunkt ist die EM besser als der Grand Prix, in dem es nicht sehr viel Geld zu verdienen gibt. Alle vier Finales sind an GP-freien Samstagen – und ich kann am Sonntag trotzdem polnische Liga fahren.»

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