Le Mans Prototypen kehren 2019 zurück nach Australien

Von Oliver Müller
24h Le Mans

In der kommenden Saison gibt es auch in Australien eine Rennserie, in welcher die spektakulären LMP-Boliden um die Wette fahren. Der LMP3 Cup Australia wird ein Sprungbrett hin zu den legendären 24 Stunden von Le Mans.

Die LMP-Szene ist weiter auf Expansionskurs. Und nach Europa, Amerika und Asien werden die Prototypen 2019 einen vierten Kontinent erobern. Dann wird in Australien ein LMP3 Cup installiert. «Die LMP3-Klasse ist die weltweit am schnellsten wachsende Prototypen-Kategorie. Australien ist dafür bekannt, erstklassige Motorsportveranstaltungen auf die Beine zu stellen. Die Autos, der Rennstil und die Organisation, kombiniert mit einigen der berühmtesten Rennstrecken Australiens, sollten sowohl für professionelle Fahrer als auch für Gentlemen eine aufregende Perspektive sein. Wir freuen uns, LMP3-Autos in Australien zu sehen», blickt Pierre Fillon, Präsident des Automobile Club de l’Ouest (Veranstalter der 24h von Le Mans) auf die neue Rennserie voraus.

Insgesamt soll der Kalender des LMP3 Cup Australia aus sechs verschiedenen Stationen bestehen. Welche Rennstrecken angelaufen werden, steht aktuell noch nicht fest. Jedoch sollen auch berühmte Kurse wie Phillip Island, der Sydney Motorsport Park oder der neue Bend Motorsport Park mit dabei sein. Pro Rennwochenende sind zwei Läufe von jeweils einer Stunde geplant. Am Steuer der Boliden wechseln sich zwei Piloten ab. Dabei ist mindestens ein Bronze bzw. Silber gerateter Fahrer Pflicht. Der FIA-Status des zweiten Kutschers ist freigestellt, was somit auch den Einsatz eines Platin-Profis ermöglichen würde.

Wie der Name schon vorweg nimmt, wird in der neuen Serie mit LMP3-Boliden gefahren. Hier stehen mit dem Ligier JS P3, dem Norma M30, dem Ginetta P3-15 und dem ADESS-03 zukünftig noch vier verschiedene Chassis-Möglichkeiten zur Verfügung. Der Ave-Riley AR-2 wurde explizit nicht mehr genannt. Angetrieben werden alle LMP3 von einem 5L-V8-Saugmotor aus dem Hause Nissan, der auf circa 420 PS kommt.

Der LMP3 Cup Australia läuft unter einer Lizenzvereinbarung mit dem ACO. Bereits in China (FRD China Endurance Series), England (LMP3 British Cup) oder in Frankreich (V de V) sind ähnliche Championate am Start. Der Kalender des australischen Ablegers wird an die Asisan Le Mans Series angepasst, welche der ACO sogar selbst organisiert. Somit ist es den dort involvierten LMP3-Teams möglich, beide Meisterschaften zu bestreiten. Dem Gewinner des LMP3 Cup Australia winkt darüber hinaus auch ein kostenloser Entry für die AsLMS 2019/20.

In Australien waren LMP-Renner letztmals im Jahre 2000 im Wettbewerb unterwegs. Damals wurde am Silvestertag auf dem 'Adelaide Street Circuit' ein spektakuläres Rennen veranstaltet. Dieses war eigentlich ein Auslandsauftritt der damaligen American Le Mans Series (ALMS) von Don Panoz und sollte als ein Vorläufer für eine Asia-Pacific Le Mans Series (APLMS) dienen. Diese Meisterschaft wurde jedoch nie Realität.

Gewonnen haben das sogenannte 'Race of a Thousand Years' seinerzeit Rinaldo Capello, Allan McNish und der Australier Brad Jones im Audi R8 LMP900 vom Team Audi Sport North America. Dieses Fahrzeug hatte eine ganz besondere Lackierung, die an ein Krokodil erinnerte. Das Design zählt bis heute zu den besten der Sportwagen-Szene und geniest regelrechten Kultstatus. Mit Respektabstand auf Position zwei kam damals der Lola-Ford vom deutschen Team Konrad Motorsport. Auch die Cadillac Northstar LMP nahmen am bislang letzten LMP-Auftritt in Australien teil. Jedoch konnten die amerikanischen Prototypen das Rennen nicht beenden.

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