24h Le Mans: Notizen vom Testtag

Von Oliver Runschke
24h Le Mans
Ford siegte 1966 und wird 2016 mit dem GT zurückkehren

Ford siegte 1966 und wird 2016 mit dem GT zurückkehren

Alle Zeichen stehen auf Ford, Nissan mit Rutsche und Kristensen als Grand Marshall: Notizen vom Testtag für die 24h von Le Mans.

Das Mantra von Nissan, alles anders machen zu müssen, entwickelt manische Züge. An der Aussenseite ihrer Hospitality im Fahrerlager von Le Mans installierte Nissan eine Rutsche wie bei einer Kinderburg von McDonalds.

Alle Zeichen stehen auf Ford: Der ACO legt sich für das werksseitige Comeback von Ford in der GTE-Klasse im kommenden Jahr mit dem neuen GT mächtig ins Zeug. Ehrenstarter in diesem Jahr ist Ford-Chef Bill Ford. Bereits 1966, zu Hochzeiten des Duells Ford gegen Ferrari in Le Mans, war sein Onkel Henry Ford II Ehrenstarter in Le Mans. Dazu gibt es in einem Zelt im Village eine Ausstellung zum Thema Ford gegen Ferrari am Ende der 1960er Jahre.

Als Grand-Marshall agiert in diesem Jahr Mr. Le Mans Tom Kristensen. Der Däne darf das Feld am 13. Juni zum Start führen und fährt das Leading Car in der Einführungsrunde.

In Le Mans muss man sich an neue Bezeichnungen gewöhnen. Bisher wurde bei Zwischenfällen auf den Zeitnahmemonitoren immer die Nummer des entsprechenden Streckenpostens angegeben. Seit dem im vergangenen Jahr die slow-zones eingeführt wurden - Zone mit einem automatischen Tempolimit bei Gelbphasen - wird seit diesem Jahr nur noch die Zone angegeben. Die Strecke ist in insgesamt 35 Zonen unterteilt.

Fahrer des Testtages war Le-Mans-Rookie Juan-San Chen aus Taiwan. Herr Chen schaffte es exakt drei Mal im Verlauf des Testtages seinen Porsche 911 GT3 RSR von AAI Motorsport aus Taiwan an der gleichen Stelle im Kies der Dunlop-Schikane zu vergraben.

Zum Jahresbeginn hat der langjährige Le-Mans-Rennleiter Daniel Poissenot den ACO verlassen. Poissenot war 42 Jahre für den ACO tätig und 14 Jahre lang Rennleiter der 24h. Der Franzose hat darüber ein Buch mit dem Titel «Mein Leben in 24h» geschrieben, das am Samstag vorgestellt wurde.

Der bisherige Toyota Racing Präsident Yoshiaki Kinoshita wird mit dem «Spirit of Le Mans» ausgezeichnet. Kinoshita war für Toyota schon als Ingenieur beim Projekt mit dem TS010 zu Gruppe C-Zeiten in Le Mans 1992/1993 engagiert und der erste Mann im Tea seit dem Toyota-Le-Mans-Comeback 2012. Im April diesen Jahr wurde Kinoshita wieder nach Japan berufen und kümmert sich dort um Projekte bei der Rennsporttochter Technocraft. Neben viel Ehre bringt die Auszeichnung des ACO eine Rolex-Uhr mit sich.

Der ACO vermeldete am Sonntagabend: Insgesamt 23.000 Fans kamen zum Testtag. Zum Rennen werden mehr als 260.000 Fans erwartet.

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