Mythos Entwicklungsfahrer: Welchen Einfluss hat ein Pilot wirklich?
Superbike-Routinier Alex Lowes erklärt, wie die Entwicklung des Motorrads abläuft und welche Rolle seine Aussagen bei der Arbeit mit der Bimota KB998 Rimini spielen.
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Die Entwicklung eines neuen Rennmotorrads ist komplex. Die Kommunikation zwischen Werk, Rennteam und Fahrer ist entscheidend, um Fortschritte am Motorrad zu erzielen, damit schlussendlich bessere Rundenzeiten möglich sind. Einige Fahrer haben sich den Ruf erarbeitet, gute Entwickler zu sein. Doch was ist dran, am Mythos Entwicklungsfahrer?
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Wir haben uns bei Bimota-Pilot Alex Lowes erkundigt, wie die Zusammenarbeit mit seiner Crew und den Verantwortlichen bei Kawasaki (Bimota gehört zu Kawasaki) abläuft. Direkte Anweisungen, was am Motorrad zu ändern ist, gibt Lowes den Designern nicht. «Ich habe schon genug damit zu kämpfen, das Bike zu fahren», scherzte der Brite gegenüber SPEEDWEEK.com-Chefredakteur Ivo Schützbach. Laut Lowes ist es nicht so, dass ein Fahrer konkrete Wünsche an die Entwickler im Werk gibt: «Nein, das wäre auch falsch. Unser Job ist es im Grunde, die bestmöglichen Informationen weiterzugeben. Und dann ist es die Aufgabe der anderen, diese Informationen an die richtigen Leute weiterzuleiten, egal ob das Bimota, Kawasaki oder die Elektronikabteilung ist. So funktioniert für mich ein gutes Team.»
Sprich, der Fahrer muss im Idealfall konstant am Limit fahren, um möglichst verwertbare Informationen zu sammeln, damit die Ingenieure die richtigen Schlüsse ziehen können. «Wir geben unser Feedback so gut wir können: was wir wollen, was wir denken», so Lowes.
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Danach sind die Crewchiefs – Pere Riba bei Alex Lowes und Uri Pallares bei Axel Bassani – sowie Marcel Duinker in seiner neuen Position als Bindeglied zwischen den Kawasaki- und Bimota-Ingenieuren gefragt.
«Pere, Uri, Marcel und die Leute bei Bimota und die Leute bei Kawasaki in Japan versuchen gemeinsam zu verstehen, wo ihre jeweilige Verantwortung liegt, um Verbesserungen zu erzielen. So versuchen wir zu arbeiten», beschreibt Lowes die Abläufe im Bimota-Werksteam in der Superbike-WM. Wie die anderen Hersteller hat auch Bimota im Winter 2025/2026 kaum auf trockener Strecke testen können. Beim finalen Test in Europa verzichteten die Werkspiloten darauf, ihr Testkontingent zu nutzen. Die Arbeit konzentrierte sich auf Testpilot Xavi Fores, der im Nassen einige Runden fuhr und Daten für die Entwicklung der Bimota sammelte.
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