Bahrain, Tag 2: Leclerc (Ferrari) vor Norris (McLaren), Rot wegen Cadillac
Zweiter Testtag auf dem Bahrain International Circuit: Die Tifosi bejubeln die Bestzeit von Leclerc im Ferrari, dahinter folgt Champion Norris im McLaren. Mercedes und Red Bull-Ford mit Problemen.
Normalerweise sind es die Top-Teams, die den Ton angeben, besonders wenn sie bei der Einführung eines neuen Reglements ihre ganze Erfahrung und atemberaubende Ressourcen in die Waagschale legen können. Aber auch die besten Rennställe sind nicht vor Problemen sicher, das hat der zweite Testtag auf dem Bahrain International Circuit bewiesen.
Nach einem fabelhaften Tag von Max Verstappen am 11. Februar (136 Runden gedreht), verlor Red Bull Racing den ganzen Morgen des 12. Februar wegen eines Hydrauliklecks am Fahrzeug von Isack Hadjar – also kein Problem mit der Antriebseinheit von Red Bull Powertrains-Ford).
Der Pariser fuhr diesem Rückstand am Nachmittag hinterher, immerhin schaffte der WM-Zwölfte von 2025 noch xx Runden. Aber das Beispiel zeigt: Die neuen Autos sind noch lange nicht kugelsicher.
Auch Mercedes ist nicht kugelsicher
Nächstes Beispiel: Mercedes. Sie hatten beim ersten Test in Spanien in Sachen Kilometer die Konkurrenz in Grund und Boden gefahren, heute jedoch ergaben sich Probleme mit der Antriebseinheit, daher nur drei Runden für den 19-jährigen Kimi Antonelli. Am Nachmittag ging Russell mit Verspätung auf die Bahn, nach zwei Stunden hatte er lediglich 17 Runden hinbekommen.
Drittes Beispiel: Cadillac. Weil das neue Auto von Sergio Pérez am Morgen nach nur einer halben Runde ausrollte, musste der Testbetrieb mit der roten Flagge unterbrochen werden. 40 Minuten nach der roten Flagge konnte der Mexikaner wieder fahren, offenbar ein defekter Sensor am Cadillac.
Charles Leclerc nährt die Hoffnung der Ferrari-Fans: 1:34,273 min, also vier Zehntelsekunden schneller als Lando Norris am Tag vorher, allerdings – der Monegasse auf den weicheren C3-Reifen von Pirelli, Norris hingegen konzentriert sich ganz auf die Arbeit mit der härteren C2-Mischung, auch am 12. Februar.
Wie hatte McLaren-Chefdesigner Rob Marshall gesagt? «Wir wollen unsere Hausaufgaben in Sachen Grundlagenarbeit so gründlich als möglich machen, Tempo-Bolzen kommt später.»
Der fleissigste Fahrer am zweiten Tag: Formel-1-Weltmeister Lando Norris mit 149 Runden, damit näherte sich der Brite drei GP-Distanzen!
Aston Martin: Honda-Motor überhitzt
Aston Martin kommt langsam in Schwung, was die Anzahl Runden angeht, doch bei den Grünen sehen wir viele Sorgenfalten: Der Honda-Motor neigt zum Erhitzen, obschon das Auto mit gewaltigen Abluft-Kiemen ausgerüstet ist, grösser als an jedem anderen der neuen Formel-1-Autos.
Aston Martin-Fahrer Lance Stroll stöhnt: «Gemessen an unseren Rivalen fehlen uns 400 Runden.» Die Grünen hatten ihre Auto erst zum zum Schluss des Spanien-Tests auf die Bahn bringen können.
Zweite rote Flagge am Nachmittag: Trümmerteile auf der Bahn, am Cadillac von Valtteri Bottas hatte sich ein Stück Kohlefaser verabschiedet.
Kurz darauf erneut Unterbrechung. Dieses Mal hatte es die Alpine von GP-Sieger Pierre Gasly erwischt, der Franzose blieb in der ersten Kurve stehen. Damit war vorzeitig Feierabend für die Blauen.
In Sachen Laufleistung sind Ferrari und McLaren gut aufgestellt: Leclerc und Norris arbeiteten am Nachmittag bereits an einer Rennsimulation.
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