F1-Champion Lando Norris: «Das ist ein ziemlich schrecklicher Gedanke»
McLaren-Star Lando Norris übte bereits nach dem Qualifying in Melbourne Kritik an der neuen F1-Fahrzeuggeneration und deren Auswirkungen auf das Rennfahren. Auch nach dem GP fand er deutliche Worte.
Lando Norris hatte bereits nach dem Qualifying zum Australien-GP seine Meinung über die neue Fahrzeuggeneration der Königsklasse klar zum Ausdruck gebracht. Der Brite schimpfte: «Wir wechselten von den besten GP-Autos überhaupt zu den wohl schlechtesten Fahrzeugen.» Und er betonte, dass die Arbeit am Steuer nichts mit der konventionellen Art, Rennen zu fahren, zu tun habe.
Das Rennen selbst, das er auf dem fünften Platz beendete, änderte nichts an seiner Meinung. Norris erklärte auf die Frage, wie es im Renntrimm sei: «Noch schlimmer!» Und er erklärte: «Es macht einfach nicht so viel Spass wie im vergangenen Jahr. Aber es ist, wie es ist, und ich denke, wir haben heute das Bestmögliche herausgeholt. Wir sind ganz klar weit weg von den Jungs vor uns, aber ich konnte ein gutes Duell mit Max Verstappen führen.»
«Ich hätte nicht gedacht, dass ich vorne bleiben kann, denn er war schon zur Rennmitte hinter mir, obwohl er als Letzter losgefahren ist. Ich hatte also keine grosse Hoffnung, vorne zu bleiben, aber irgendwie haben wir es geschafft. Wir konnten uns im Verlauf des Rennens etwas verbessern. Wir haben dazugelernt und das war wichtig. Wir konnten uns verbessern, aber es war immer noch ein schwieriges Rennen», schilderte der Champion der Königsklasse.
Warnung von Lando Norris
Der Rückstand von mehr als 50 Sekunden auf Rennsieger George Russell wäre nicht so gross ausgefallen, hätte er keine Duelle austragen müssen, ist sich Norris sicher. Gleichzeitig betonte er: «Wir haben unsere Reifen in drei Runden gekillt. Meine Vorderreifen haben gekörnt, das Problem hatten wir auch schon in der Vergangenheit, und wir müssen viele Erkenntnisse sammeln und herausfinden, wie wir gewisse Sachen in den Griff bekommen. Das Gute ist, dass die Lücke zu den Verfolgern gross ist. Das Problem ist nur, dass der Rückstand auf die Vordermänner genauso gross ist. Wir haben heute verstanden, dass wir nicht annähernd da sind, wo wir sein wollen und dass wir uns verbessern müssen.»
Dass im ersten Renndrittel viel Action auf der Strecke zu sehen war, tröstete Norris nicht. Er stellte klar: «In meinen Augen war das Ganze zu künstlich. Es war ein Chaos, und irgendwann wird es einen grossen Crash geben. Es ist fast so, als würde man darauf warten, dass etwas richtig schiefgeht. Je nach dem, was der Motor tut, kann es gefährlich werden. Du wirst manchmal von fünf Autos überholt und kannst nichts dagegen tun. Man kann nichts unternehmen, deshalb macht es keinen Sinn, mehr darüber zu sagen. Aber das ist nicht meins.»
«Je nach dem, was die Leute tun, kann es grosse Unterschiede beim Speed geben, und wenn einer dich bei langsamer Fahrt trifft, dann fliegst du über den Zaun und kannst dich und vielleicht auch andere Leute schwer verletzen. Das ist ein ziemlich schrecklicher Gedanke», warnte der McLaren-Star.
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