Ferrari-Ass Lewis Hamilton nach GP-Qualifying: «Wie ein ganz neues Auto»
Lewis Hamilton erlebte in Zandvoort ein Wechselbad der Gefühle. Im GP-Qualifying war er der Fünftschnellste. Darauf reagierte er erleichtert. Er sagt mit Blick aufs Rennen: «Ich bin optimistisch.»
Das erste Rennwochenende nach der Formel-1-Sommerpause begann für Ferrari-Star Lewis Hamilton vielversprechend. Der Rekord-GP-Sieger schaffte es, im ersten und einzigen freien Training die viertschnellste Runde zu drehen. Auf die drittschnellste Zeit seines früheren Teamkollegen George Russell fehlten ihm nur 65 Tausendstel, von Weltmeister Lando Norris, der die zweitschnellste Runde gedreht hatte, trennten ihn auch nur knapp sieben Hundertstel. Und die Bestzeit von Kimi Antonelli verpasste er um 0,190 sec.
Die Hoffnung, im Sprint-Qualifying vorne mitmischen zu können, zerschlug sich aber spätestens im letzten Segment der Zeitenjagd. Hamilton landete auf dem siebten Platz, auf dem er das 24-Runden-Rennen auch beendete. Mehr als sechs Zehntel fehlten ihm bei der Zeitenjagd um die Sprint-Startplätze auf die Pole-Zeit von Russell, der das Mini-Rennen auch für sich entschied.
Viele Veränderungen nach dem Sprint von Zandvoort
Danach legte sich sein Ferrari-Team ins Zeug, um den SF-26 zu verbessern. Mit Erfolg: Im GP-Qualifying war Hamilton der Fünftschnellste. 0,331 sec beträgt der Rückstand auf die GP-Pole-Zeit, die Lando Norris in den Asphalt des Dünenkurses gebrannt hatte. Vor ihm liegen mit Norris, Russell, Antonelli und Oscar Piastri vier Piloten, in deren Heck der starke Mercedes-Motor brummt.
Dennoch wirkte der 106-fache GP-Sieger nicht frustriert, als er vor die TV-Kameras trat. Denn zum Schluss der Zeitenjagd, die über die Ausgangslage für den zwölften GP des Jahres bestimmt, sorgte ein kurzer, heftiger Regenschauer für Spannung. «Ich bin dankbar, dass ich am Ende noch eine schnelle Runde hinbekommen habe, denn zu diesem Zeitpunkt lag ich auf dem achten Platz oder so», gestand Hamilton.
Lewis Hamilton: «Das Auto fühlte sich im Sprint fürchterlich an»
«Das war eine ganz andere Session als der Sprint zuvor, ein ganz neues Auto. Natürlich gibt es immer Bereiche, die man verbessern kann. Wir hatten im ersten Training ein super Auto, das sich grossartig anfühlte. Aber weil man immer irgendwelche Kleinigkeiten anpassen kann, haben wir ein paar kleine Veränderungen vorgenommen. Und das hat dann das Auto komplett auf den Kopf gestellt. Es fühlte sich fürchterlich an. Sowohl im Sprint-Qualifying als auch im Sprint selbst hatte ich null Vertrauen in die Balance», berichtete der siebenfache Champion.
«Deshalb haben wir dann vor dem GP-Qualifying alle Arten von Veränderungen vorgenommen – und es war wie ein neues Auto. Die Balance war ganz anders, und ich bin viel zufriedener damit. Aber es war natürlich eine Herausforderung, sich in nur sechs Runden daran zu gewöhnen. Und es liegen alle Mercedes-befeuerten Autos vor uns, wir haben bei der Power offenbar ein Defizit. Im Rennen sollte unser Tempo allerdings besser sein», analysierte Hamilton daraufhin.
Und der 41-Jährige beteuerte: «Ich bin optimistisch. Der fünfte Platz ist zwar nicht der Beste, aber es könnte auch viel schlimmer sein. Deshalb bin ich dankbar für meine Platzierung, auch wenn ich mir natürlich wünsche, weiter vorne zu stehen.» Hoffnung mache ihm das Renntempo seines Teamkollegen Charles Leclerc, betonte er. «Und ich bin guter Dinge, weil das Auto viel besser ist. Ich denke, mit der richtigen Strategie und Umsetzung haben wir eine Chance gegen die Jungs vor uns zu kämpfen.»
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