IndyCar-Champion Alex Palou: «Max Verstappen im McLaren? Dann …»
Der Spanier Alex Palou hat eine tolle 2025er Saison gezeigt: vierter IndyCar-Titel (nach 2021, 2023 und 2024), Sieg beim Indy 500. Er verrät, wozu Max Verstappen in einem McLaren fähig wäre.
Der 28-jährige Spanier Alex Palou war in der IndyCar-Serie 2025 eine Klasse für sich: 14 Podestplätze in 17 Rennen, acht Siege, darunter der Triumph beim prestigeträchtigen Indy 500 – überragend.
Nicht nur spanische Fans glauben: Der Formel 1 ist hier ein enormes Talent verloren gegangen. Palou hat einige Male mit der Königsklasse geliebäugelt und war eine Weile Teil des McLaren-Förderprogramms, letztlich hat er sich für Amerika entschieden, und der Erfolg gibt ihm Recht.
Aber natürlich beobachtet Palou genau, was in der Formel 1 passiert, und gegenüber meinem Kollegen Fabio Marchi von Mundo Deportivo hat Alex kein Blatt vor den Mund genommen.
Der vierfache IndyCar-Champion (19 Laufsiege) sagt: «Wäre ich mit einem so guten Auto wie dem McLaren auch Weltmeister geworden? Wir werden es nie erfahren, aber ich glaube an meine Fähigkeiten, also müsste ich wohl mit ja antworten. Ich bin nur einmal an einem Formel-1-Wochenende gefahren, das war 2022 in Texas, daher ist es schwer zu sagen, wie ich mich im 2025er McLaren geschlagen hätte.»
Was Palou aber mit Bestimmtheit sagen kann: «Hätte Max Verstappen 2025 den McLaren gefahren, dann wäre er zwei Monate vor Saisonschluss Weltmeister geworden. Davon bin ich tief überzeugt. Max ist der Einzige im Feld, dem ich so etwas zutraue.»
Kontrovers wurde 2025 über die so genannten Papaya-Regeln diskutiert, also die Chancengleichheit für Lando Norris und Oscar Piastri. Besonders umstritten war dabei die Situation in Monza: McLaren versemmelte den Boxenstopp von Norris und befahl daraufhin Piastri, seinen englischen Gegner vorbei zu lassen.
Palou ordnet ein. «Sie hatten das mit Abstand beste Team und wollten alles perfekt machen und sich fair um beide Fahrer kümmern. Doch beim Versuch, das zu erreichen, haben sie teilweise genau das Gegenteil bewirkt. Die Welt hat erlebt, wie das Team dadurch in bestimmten Situationen eine Entscheidung fällen musste.»
«Unterm Strich hat die Situation in Monza klargemacht: Auch der Fahrer ist nur ein Angestellter. Bei solchen Situationen bleibt immer ein schaler Nachgeschmack, dass eben doch einer der Fahrer bevorzugt wird. Sagen wir es ehrlich – letztlich funktionieren die Papaya-Regeln einfach nicht.»
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