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Superbike-WM 2027 mit Michelin: Ducati dank MotoGP-Wissen im Vorteil?
Ducati-Technikkoordinator Marco Zambenedetti spricht über den Wechsel der Superbike-WM zu Michelin-Reifen, die Testpläne für 2027 und warum MotoGP-Erfahrung hilft – aber nicht alles ist.
Superbike WM
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Die Superbike-WM steht vor einem markanten Einschnitt: Die laufende Saison ist die letzte mit Pirelli-Reifen, ab 2027 übernimmt Michelin als alleiniger Ausrüster. Für Ducati bedeutet das, die Entwicklung der neuen Panigale V4R frühzeitig auf die nächste Reifengeneration auszurichten. Im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com erklärte Ducati-Technikkoordinator Marco Zambenedetti, wie sich das Werk aus Borgo Panigale auf die Umstellung vorbereitet und welche Rolle die MotoGP-Erfahrungen spielen.
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Zambenedetti macht deutlich, dass Ducati auf vorhandene Konzern-Erfahrung zurückgreifen kann – allerdings nicht im klassischen Sinn von Datenübertragung. Michelin rüstet seit 2016 die MotoGP mit Reifen aus und zieht sich Ende 2026 zurück. Ducati verfügt über viele Erfahrungen mit den Michelin-MotoGP-Reifen. Dieses Know-how könnte auch in der Superbike-WM von Vorteil sein. Erste Tests mit Michelin-bereiften Superbikes fanden bereits statt. «Wir nutzen immer eine Art Wissen aus der MotoGP, aber nicht in Form von Daten, sondern in der Struktur und in der Methodik», betonte Zambenedetti. Es gehe also weniger um konkrete Setup-Werte als vielmehr um Herangehensweisen, Arbeitsprozesse und Entwicklungslogik. Michelin-Reifen für die Superbike-WM wird ein Hybrid Die aktuell von Michelin für die Superbike-Tests bereitgestellten Reifen seien zudem noch nicht repräsentativ für das finale Produkt. Doch welchen Weg schlägt der französische Reifenhersteller ein? Nutzt man die MotoGP-Technik oder orientiert man sich eher an den Reifen, in nationalen Serien oder bei Trackdays zum Einsatz kommen?
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«Die Reifen, die Michelin derzeit bringt, sind nicht wie ein Serienprodukt, aber auch nicht wie die MotoGP-Reifen», erklärte der Italiener. Zudem befinde sich die Entwicklung noch in einer frühen Phase: «Es gibt einen Entwicklungsplan für die kommenden Monate, deshalb ist es noch zu früh, um zu sagen, wie die endgültige Spezifikation aussehen wird.»
Zwar kann Ducati auf die Erfahrung aus der MotoGP-Abteilung zurückgreifen, doch Zambenedetti ordnet deren Bedeutung ein: «Unsere MotoGP-Erfahrung wird uns sicher helfen. Aber wir sind in den vergangenen Jahren auch mit Pirelli mit derselben Herangehensweise vorgegangen. Es ist also keine Frage von Michelin oder Pirelli.» Ausschlaggebend sei nicht der jeweilige Hersteller, sondern eine klare Struktur und eine systematische Methodik, um sich rasch und effizient auf neue technische Rahmenbedingungen einzustellen. Entwicklung der Panigale V4R: Warum der Blick auf 2027 wichtig ist Besonders gespannt ist Ducati auf das Zusammenspiel von Motorrad und finaler Reifenversion. «Ich bin sehr neugierig zu verstehen, wie sich dieses Motorrad mit einer Art finaler Version der Michelin-Reifen verhalten wird», sagte Zambenedetti. Diese Erkenntnis sei essenziell, denn die Entwicklungsarbeit für 2026 müsse bereits den Blick in Richtung 2027 beinhalten: «2026 müssen wir dieses Motorrad weiterentwickeln, verstehen und verbessern – aber immer mit einem Auge auf 2027 und Michelin.»
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Ein konkreter Testplan steht noch nicht vollständig fest. «Ein Teil ist bereits mit Michelin fixiert, anderes ist noch in Diskussion», verriet der Ducati-Technikkoordinator. Positiv hebt er dabei die Arbeitsweise des neuen Partners hervor: «Mir gefällt ihr Ansatz sehr. Sie geben allen die gleichen Möglichkeiten und achten sehr sorgfältig darauf.»
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