Hard Enduro World Ranking: Neuer Maßstab mit Preisgeld und Fairness
Das Hard Enduro World Ranking sorgt für Furore: 100.000 US-Dollar Preisgeld fair verteilt, aktuell 18 Events weltweit – die FIM-Hard-Enduro-WM verliert massiv an Relevanz. Ein neues Zeitalter beginnt.
Seit gut einem Monat ist die Website des Hard Enduro World Ranking (HEWR) online. Bislang gibt es auf dieses neue Konzept durchaus positive Reaktionen – sowohl von den Fahrern als auch von den Veranstaltern, Herstellern und Medien. Viele sehen den Vorstoss von den Masterminds von Red Bull Erzbergrodeo und Red Bull Romaniacs Karl Katoch und Martin Freinademetz als längst überfälligen frischen Wind, um den Sport des Hard Enduros weiterzuentwickeln und sein Potential auszunutzen. Denn was in letzter Zeit bei der HEWC gefehlt hat, greift das Hard Enduro World Ranking auf: Transparenz, Fairness und echte Professionalität – genau das überführt man in ein stimmiges Konzept.
Rekord-Preisgeld: mindestens 100.000 US-Dollar
Schon zur ersten Saison ist ein Preisgeld von mindestens 100.000 US-Dollar gesichert – und das kann sogar noch deutlich mehr werden, sobald Sponsoren und weitere Supreme-Events (die mindestens 25.000 Dollar einbringen müssen) dazukommen. Die Verteilung dieses Rekord-Preisgeldes ist denkbar einfach: Je 10.000 Dollar an die Top-10 der Jahresendwertung. Kein Star-Bonus für die absoluten Spitzenreiter, sondern echte Chancen für ein breites Fahrerfeld. Wer zum Ende der Saison beispielsweise auf Platz 11–13 liegt, kann es mit einem starken letzten und vielleicht zusätzlichen Rennen noch «ins Geld» schaffen – das pusht Fahrer und Events gleichermaßen.
17 Rennen auf vier Kontinenten – von Legenden bis Newcomer
Supreme: Red Bull Erzbergrodeo (A, 4.–7.6.), Red Bull Romaniacs (RO, 28.7.–1.8.)
Premium: Alestrem (F), Silver Kings (USA), Abestone Rodeo Miravale (IT), Forza Orza (S), Wild Woods Extreme (IT), Hixpania (E)
Masters: Rochepaule (F), Wildwood Rock (AUS), AvandaRocks (MEX)
Challenger: Hellsride (A), I do Hard Enduro (EST), Jacots Ranch (USA), Enduro Bung (RKS), Uran Enduro (BG), Ukupacha Extreme (EC), Isegrim Enduro (D)
Nach wie vor können es aber noch mehr Rennen werden – interessierte Veranstaltungen können sich auf der Website registrieren. Dabei soll das Ranking ausdrücklich auch global angelegt sein – aktuell sind bereits 4 Kontinente vertreten.
WERA wendet sich von der Hard-Enduro-WM ab – die HEWC verliert massiv an Bedeutung
Die World Enduro Riders Association (WERA) hat klargemacht: 2026 werden ohne finanzielle Unterstützung des Promotors ProTouchGlobal von den Top-15-Fahrern nur noch sechs der neun HEWC-Rennen gefahren. Das Hard Enduro World Ranking respektiert diese Entscheidung und listet diese sechs Events automatisch mit – ein kluger Schachzug, der die Fahrer entlastet und gleichzeitig zeigt: Die alte Weltmeisterschaft verliert rapide an Relevanz. Man vermutet, dass einige Veranstalter der HEWC-Rennen den Vertrag mit ProTouchGlobal für die HEWC 2026 noch nicht unterschrieben haben. Und das Zögern ist durchaus nachvollziehbar: Denn jeder Veranstalter muss 35.000 Euro an den HEWC-Promotor zahlen – und bekommt dafür aktuell tatsächlich nicht viel mehr, als ein Rennern der HEWC zu sein. Der Gegenwert ist also milde gesprochen überschaubar. Und wenn die Top-Fahrer wie Lettenbichler, Bolt und Roman bewusst auf drei der neun Rennen verzichten, nehmen diese billigend in Kauf, 2026 nicht FIM-Weltmeister werden zu können. Das sagt eigentlich alles über die aktuelle Relevanz der FIM-Hard-Enduro-WM aus.
Mit dem Hard Enduro World Ranking erscheint nun zur rechten Zeit eine äußerst attraktive Alternative für alle Beteiligten, welche die schwindende Relevanz der FIM WM nicht nur kompensiert, sondern über das Preisgeld, fehlende Bürokratie und attraktive Events auf globaler Ebene in den Hintergrund geraten lässt.
Karl Katoch (Erzbergrodeo) und Martin Freinademetz (Romaniacs), die treibenden Kräfte hinter dem Projekt, betonen unisono: «Maximale Vorteile für alle – Sichtbarkeit und echtes Geld für Fahrer. Wachstum für Events, Professionalität für die Industrie. Rider-zentriert, unkompliziert, fair.»
Einfach fahren – der Rest läuft von selbst
Kein Papierkram, keine Lizenz, keine Gebühren. Wer als Fahrer an einem gelisteten Event startet, landet automatisch in der Wertung. So soll Hard Enduro sein: pur, direkt, ohne Bremsklötze. Das Hard Enduro World Ranking ist mehr als eine simple Liste – es hat zum Beginn schon das Potential, zum neuen Puls der Szene zu werden. Anders formuliert: Hard Enduro hat gerade ein gewaltiges Upgrade bekommen.
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