Nicht nur Tony Kanaan ärgerte sich über die Aussagen von Lewis Hamilton zur IndyCar-Serie. Auch James Hinchcliffe und Graham Rahal schiessen zurück – und üben dabei auch Kritik an der Formel 1.
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Lewis Hamilton ist ein grosser USA-Fan. Der Brite verbringt seine Freizeit gerne in Gesellschaft der Stars und Sternchen aus Amerika und wird nicht müde zu betonen, wie wunderbar er die Vereinigten Staaten findet. Vom dortigen Motorsport scheint er allerdings nicht viel zu halten. Diesen Eindruck hinterlassen zumindest seine Aussagen im "L'Equipe"-Interview.
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Darin erklärt der dreifache Formel-1-Weltmeister mit Blick auf das Indy-500-Gastspiel seines früheren Teamkollegen Fernando Alonso: "Ich habe mir die Zeiten angeschaut. Und ganz ehrlich: Wenn Fernando in seinem ersten Qualifying Fünfter wird: was sagt das dann über Indy aus? Das sind grossartige Fahrer, wenn sie in der Formel 1 keinen Erfolg haben können, schauen sie nach Titeln in anderen Serien. Aber Fünfter zu werden gegen Piloten, die das über das ganze Jahr hinweg machen, ist zumindest interessant." Hamilton ging es dabei wohl vielmehr darum, die Leistung seines McLaren-Widersachers klein zu reden, als das Können der IndyCar-Stars zu kritisieren. Dennoch wäre es naiv zu glauben, dass die Kollegen aus den Staaten diese Beleidigungen auf sich sitzen lassen würden. Nachdem Tony Kanaan bereits beim Indy-500-Bankett zurückgeschossen hatte, nutzten seine Kollegen das Treffen in Detroit, um sich über die Kritik des Mercedes-Piloten auszulassen.
So erklärte James Hinchcliffe in Detroit etwa: "Es ist lustig, solche Kommentare über die Qualität unseres Feldes von einem Fahrer zu hören, der nur gegen drei andere Autos antritt." Damit spielte der 30-Jährige Kanadier auf die Tatsache an, dass in der Formel-1-WM nur wenige Piloten überhaupt eine Titelchance haben.
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In die gleiche Kerbe schlägt Graham Rahal, der seinerseits gestand: "Ihr kennt mich, ich musste mir einen Kommentar verkneifen, als ich Lewis Hamiltons Kommentar sah. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass er sich in seiner ganzen GP-Karriere gegen ein, maximal drei Gegner durchsetzen musste."
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"In der IndyCar-Serie ist das anders, wir haben nun nach sieben Rennen sieben verschiedene Sieger. Das passiert in anderen Serien nicht", betonte der 28-Jährige aus Ohio. "Es spielt also keine Rolle, was irgendjemand dazu zu sagen hat, es ist und bleibt eine grossartige Art von Motorsport!"
"Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man mit dem Gedanken, dass man nur den eigenen Teamkollegen zu schlagen braucht, um den Sieg einzufahren, in jedes Wochenende steigt – so etwas gibt es hier nicht, legt Rahal noch einmal nach. "Die Wahrheit ist: Lewis hätte mehr Konkurrenz als ihm lieb wäre, wenn man Scott Dixon einen Tag lang in einen Mercedes stecken würde. Das kann ich garantieren! Vielleicht nicht gegen mich – aber gegen Scott Dixon ganz sicher!"
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