Moto3-Rakete Veda Pratama: Bester Rookie und schnellster Honda-Pilot!
Rookie Veda Pratama tat bei seinem GP-Debüt in Buriram alles dafür die Kameras auf sich zu ziehen. Der Moto3-Neueinsteiger aus Indonesien war auf Podiumskurs und verpasste nur knapp eine Sensation.
Das Match des Neueinsteigers Veda Pratama hatte bereits bei Test der Moto3 in Jerez begonnen. Bei der kurzen, aber intensiven Saisonvorbereitung gelang dem von 250er-Weltmeister Hirsohi Aoyama bei Honda Asia unter Vertrag genommenen Indonesier die Revanche an Brian Uriarte. Der Spanier hatte sich 2025 im Red Bull Rookies Cup etliche spannenden Duelle mit Pratama geliefert, die Oberhand behalten und so den begehrten Startplatz im Team von Red Bull KTM Ajo erhalten.
Beim Jerez-Test schlug Pratama den Dauerkonkurrenten um eine Zehntel. Auf die Testbestzeit hatte mit Rang 17 aber immerhin eine Sekunde gefehlt. Eine gute Basis, doch die Leistung des 17-Jährigen kam doch wie ein Attentat über die Moto3-WM. Als wäre es selbstverständlich, stürmte Veda Pratama ohne Umwege ins Q2. In seinem ersten Qualifying drückte er sich zwischen die spanischen GP-Sieger Maximo Quiles (Aspar) und David Munoz (Intact GP) auf Platz 5. Der Rückstand auf die Spitze: nur noch 0,7 sec.
Im Großen Preis von Thailand zündete die Honda-Hoffnung die nächste Rakete. Nach solidem Start hielt Pratama nicht nur den Anschluss an die Spitze, Red Bull-Rookie-Vize übernahm in Runde 6 Platz 3 und startete den Versuch die Lücke zu den beiden Führenden zu schließen. Doch die Gruppe mitsamt Adrian Fernandez, Alvaro Carpe und Valentin Perrone – und Brian Uriarte – ließ keine Flucht. Nach einem kleinen Fahrfehler im letzten Drittel schien der Kampf um einen Spitzenplatz verloren. Doch Veda Pratama zog nochmals an, schnappte sich Fernandez, keinen Geringeren als den Sieger des Saisonfinales, und ging beim Debüt als Fünfter über die Linie – vor Brian Uriarte. In seiner schnellsten Rennrunde (1:41,334 min) fehlten 0,104 sec auf die Bestzeit des Argentiniers Perrone.
Damit stand Veda Pratama Konkurrent und Titel-Mitfavorit Maximo Quiles in Sachen Schlagkraft nichts nach. Der Schützling von Marc Marquez, der sich 2025 als Rookie des Jahres feiern ließ, kam bei seiner Premiere ebenfalls auf Platz 5.
Viel zu sagen hatte der Indonesier nach seinem Sensationsritt nicht. Pratama, der seinem Teamkollegen, dem ebenfalls neu in der Klasse angekommenen Japaner Zen Mitani fast eine halbe Minute verpasste und zudem bester Honda-Pilot war, strahlte von Ohr zu Ohr und bedankte sich brav bei seiner Mannschaft für die Unterstützung. Obwohl Veda Pratama die Strecke bereits aus dem Asian Talent Cup kannte und dem Indonesier die Hitze in Thailand entgegengekommen sein dürfte, auch das schmälerte den Einstand der Startnummer 9 nicht im Geringsten.
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