Formel 1
Kolumne
Neues Rätsel Racing-Raritäten: Richtiger Geist, falsches Timing
Das Rätsel Racing-Raritäten zeigt einen Fahrer, für den das Gleiche gilt wie für seinen Rennstall: richtiger Geist, aber falsche Timing. Wer ist hier zu sehen? Wo und wann ist das Foto entstanden?
Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.
Für das neue Rätsel gilt: Das Team hatte den richtigen Geist, aber das falsche Timing.
Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Dieser fabelhafte Allrounder wurde in der Formel 1 meist unter Wert geschlagen. Zu sehen war der Engländer Vic Elford mit seinem Cooper-Maserati in Monaco 1969.
Die Motorsport-Gemeinde trauerte am 13. März 2022 um Vic Elford. Der auch als "Quick Vic" bekannte Brite war dem verdammten Krebs erelegen.
Elford hat insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren seine Spuren auf den Rennstrecken der Welt hinterlassen. Er nahm insgesamt neun Mal (1967 bis 1974 und später nochmals 1983) an den 24 Stunden von Le Mans teil. Der Sieg beim Klassiker an der französischen Sarthe blieb ihm verwehrt. Das beste Ergebnis war Platz 6 im Jahre 1973 in einem Ferrari 365.
Werksfahrer bei Porsche
Zuvor war Elford Werksfahrer bei Porsche. Diese Zeit begründete seinen Legendenstatus. 1970 trat er beispielsweise in einem der beiden sogenannten Salzburg-Porsche in Le Mans an.
Sein weiß-roter 917 war die Langheck-Version des ikonischen Rennwagens, welche für die langen Geraden in Le Mans ausgelegt war und einen 4,9-Liter-Motor verbaut bekam. Elford teilte sich das Steuer mit Kurt Ahrens. Das Duo fiel jedoch nach rund 18 Stunden mit Motorproblemen aus.
Triumphieren konnte das Schwesterfahrzeug in Rot-Weiß (ein 917K mit 4,5L Motor), mit dem Hans Herrmann und Richard Attwood den ersten Gesamtsieg von Porsche in Le Mans holten.
Meister des Nürburgrings
Besser lief es für Elford auf dem Nürburgring: 1968, 1970 und 1971 gewann er das altehrwürdige 1000-Kilometer-Rennen.
Bei der Targa Florio trug er sich 1968 in die Siegerlisten ein. Auch auf der anderen Seite des Atlantiks war Elford erfolgreich: 1968 gewann er in einem Porsche 907 die 24 Stunden von Daytona. 1971 siegte er im Porsche 917K gemeinsam mit Gérard Larrousse bei den prestigeträchtigen 12h Sebring.
Neben den Sportwagen konnte Elford auch in anderen Disziplinen auftrumpfen. 1967 gewann er in Lydden Hill das erste jemals ausgetragene Rallycross-Event. Und 1968 triumphierte er in einem Porsche 911 T bei der Rallye Monte Carlo.
Vic Elford war einer der besten Allrounder im Motorsport, aber in der Formel 1 hatte er nie gutes Material: In 13 Grands Prix von 1968 bis 1971 kam er über Rang 4 (Frankreich 1968) nicht hinaus.
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