Aston Martin-Honda übel, Alonso-Kumpel Pedro de la Rosa: «Einfach langsam»
Eine Enttäuschung des ersten Bahrain-Wintertests: der neue Aston Martin-Honda ist weder schnell noch standfest. Ex-GP-Fahrer und Alonso-Kumpel Pedro de la Rosa gibt zu: «Wir sind einfach zu langsam.»
Aston Martin-Honda hat beim ersten Bahrain-Test am wenigsten Runden aller Teams zurückgelegt – insgesamt waren es nur 203. Williams, McLaren und Ferrari sind mehr als doppelt so viel gefahren.
Schlimmer noch: Der neue Aston Martin AMR26-Honda ist derzeit das schlimmstmögliche Szenario für einen Formel-1-Rennstall, denn der Rennwagen ist weder schnell noch standfest.
Am Bahrain International Circuit hat Pedro de la Rosa mit einer Gruppe Medienvertretern gesprochen. Der 54-jährige Spanier, bei 105 Grands Prix am Start und Zweiter beim Ungarn-GP 2006, arbeitet heute als Sonderbotschafter von Aston Martin.
Die Gründe für den schwachen Testbeginn
Der WM-Elfte von 2006 redet nicht um den heissen Brei herum. Der Barcelonese sagt: «Rückblickend bist du immer der Superschlaue. Wenn wir möglicherweise früher angefangen hätten mit dem neuen Wagen, wenn Adrian Newey nicht erst am 2. März 2025, sondern ein paar Monate früher hier gewesen wäre, wenn Honda nicht gegangen und dann zurückgekommen wäre – das ist alles viel Wenn und Aber, doch das hilft uns nichts.»
«Fakt ist: Wir sind einfach zu langsam. Wir sind nicht da, wo wir sein wollen. Für uns zählt jetzt nur eines – wir müssen nach vorne schauen, was passiert ist, können wir ohnehin nicht ändern.»
«Es gibt viele Gründe, wieso wir unseren Erwartungen hinterher hinken. Das Wichtige ist, dass wir wissen, welche Probleme das sind. Das gibt uns die Zuversicht, dass wir den Abstand zur Konkurrenz Schritt um Schritt verringern können.»
In welch kurzer Zeit können Aston Martin und Honda reagieren? De la Rosa antwortet: «Was ist schon eine kurze Zeit? Im Rennsport löst sich nichts über Nacht, wir wissen auch nicht, wo unsere Grenze liegt, weil wir noch gar nicht in die Phase der Entwicklungsoptimierung gekommen sind. Wir versuchen einfach zu verstehen, was wir haben, wie die Regularien anzuwenden sind und wo wir in vielen Bereichen besser werden können.»
Honda mit nur einem Team – ein Nachteil?
Mercedes hat Daten von vier Rennställen (Werks-Team, McLaren, Williams, Alpine), Aston Martin ist der einzige Motorpartner von Honda. De la Rosa meint: «Wir sehen die Vorteile, Honda an unserer Seite zu haben und das Werks-Team zu sein, aber es stimmt schon, dass man sich an diesem Punkt wünscht, mehr Rennställe zu haben, um mehr Runden zu absolvieren und mehr Informationen zu sammeln. Aber das war unsere Entscheidung, und wir müssen die Stärken nutzen, nicht die Schwächen.»
«Wir haben eine starke Team-Leitung. Adrian Newey hat völlig klare Vorstellungen davon, was getan werden muss. Das ist ganz besonders in unserer Situation extrem wichtig. Wenn die Dinge gut laufen, brauchst du keine inspirierende Führung. Erst wenn die Dinge schiefgehen.»
«Es war ein Wendepunkt für Aston Martin, Adrian im Team zu haben. Wir sind im Moment nicht zufrieden, seien wir ehrlich. Niemand ist zufrieden, wenn man zwei Sekunden langsamer ist als erwartet. Aber wir sagen auch nicht: «Nun, das war's halt mit der Saison.' Nein, auf keinen Fall. Wir wissen, wo wir den Hebel ansetzen müssen.»
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