Oliver Bearman (5./Haas) nach Fast-Crash: «Froh, dass ich noch hier stehe»
Haas-Pilot Oliver Bearman wurde in Shanghai spektakulär Fünfter – und konnte zu Beginn einen schweren Unfall mit Isack Hadjar haarscharf vermeiden. Bearman: «Das wäre ein gewaltiger Unfall gewesen.»
Platz 1 und 2: Mercedes. Platz 3 und 4: Ferrari. Und dann steht da auf Platz 5 des Endklassements des China-GP in Shanghai plötzlich ein Oliver Bearman im Haas. Der junge Brite konnte sein Glück kaum fassen, er holte zehn Punkte. Haas ist damit Vierter in der Team-WM.
Bearman: «Das wäre ein gewaltiger Unfall gewesen»
Dabei war es zu Beginn des Rennens unglaublich knapp! Als Isack Hadjar (Red Bull Racing) sich in der ersten Runde plötzlich drehte, reagierte Bearman blitzschnell, wich nah außen aus, verhinderte Schlimmeres. Bearman: «Ich hatte ehrlich gesagt großes Glück, dass ich das vermeiden konnte. Ich bin froh, dass ich noch hier stehe. Das wäre ein gewaltiger Unfall gewesen.»
Der Brite: «Es war während des gesamten Rennens eine wirklich knifflige Kurve, was die Balance des Autos und den Wind anging, der einfach überall war. Ich glaube, das ging allen so. Wir haben hart gepusht und es fühlte sich an, als wäre die Kurve geschafft, und im nächsten Moment stand er (Hadjar, Anm.) quer, und dann versuchte ich, ihm innerhalb einer Zehntelsekunde auszuweichen. Ich bin nach links gefahren, musste von der Strecke abkommen, um ihm auszuweichen. Und damit war ich wieder auf dem letzten Platz. In meinen beiden Rennen dieses Jahr, in Australien und China, bin ich also nach der ersten Runde quasi Letzter gewesen. Aber das Rennen war danach fantastisch. Platz 5 ist ein super Ergebnis für uns.»
Der frühe Rückschlag, doch danach lief es bestens. Bearman: «Ich habe auf der Strecke einige Überholmanöver gemacht und das Auto fühlte sich großartig an. Dann hatten wir ein super Safety-Car-Timing, und ich glaube, das Pech in der ersten Runde wurde durch das tolle Timing des Safety-Cars quasi ausgeglichen. Im Grunde war ich nach all dem wieder dort, wo ich gestartet war. Dann war das Tempo wirklich stark. Ich kam aus dem Verkehr raus und fuhr so etwa 40 Qualifikationsrunden, was richtig Spaß gemacht hat.»
Kräfteverhältnis im Mittelfeld?
Und wo steht Haas damit im Vergleich zur Mittelfeld-Konkurrenz? «Ich glaube, im Renn-Setup sind wir im Moment schneller. Das Qualifying war etwas schwieriger. Ich würde sagen, dass Pierre (Gasly von Alpine, Anm.) dieses Wochenende unglaublich schnell war. Selbst im Rennen, in den letzten zehn Runden, war er unglaublich schnell. Vor dem nächsten Rennen gibt es noch viel zu tun. Wir müssen ein paar Dinge optimieren, aber ich bin wirklich zufrieden mit der Balance und dem Gefühl des Autos. Es ist eine großartige Ausgangsbasis.» In zwei Wochen geht’s in Japan weiter.
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