Start-Schock für Franco Colapinto und Liam Lawson: GP-Stars sind besorgt
Beim Start zum Australien-GP kam es zu einer dramatischen Szene: Weil Liam Lawson schlecht wegkam, wäre Franco Colapinto beinahe in sein Heck gekracht. Die GP-Stars haben nun darauf reagiert.
Das hätte böse enden können: Weil Liam Lawson in Melbourne beim Start nicht vom Fleck kam, musste Franco Colapinto ausweichen, um einen schlimmen Crash zu vermeiden. Die Reaktion des Argentiniers verhinderte die Kollision, die böse hätte enden können. Die Aufnahme der Szene machte in den sozialen Medien die Runde, und auch die GP-Stars sahen sich den Beinahe-Unfall an.
Esteban Ocon erklärte im Fahrerlager von Shanghai dazu: «Das war für Franco sicherlich beängstigend, und wir alle wissen, dass diese vor allem in den ersten Rennen passieren kann. Es hätte dramatisch ausgehen können, soviel steht fest. Wir werden sicherlich darüber sprechen, um sicherzustellen, dass das nicht mehr vorkommt. Wir wollen keine Formel-2-Starts in der Formel 1 sehen. Natürlich sollte so etwas auch nicht in der Formel 2 passieren, und die Gründe, warum es zu solchen Szenen kommt, sind mehr oder weniger die gleichen.»
«Wir alle kamen gut weg», erklärte der Franzose, der bei der FIA-Pressekonferenz zusammen mit Pierre Gasly und Fernando Alonso vor die Medien getreten war. «Ich konnte viele Positionen gewinnen, Pierre kam gut nach vorne und Fernando auch. Es hat Spass gemacht, aber wir wollen nicht, dass der Vordermann stehen bleibt und aus dem Nichts auftaucht, denn das ist einer der schlimmsten Crash, den man haben kann. Das müssen wir im Hinterkopf behalten», fügte der TGR-Haas-Pilot an.
Pierre Gasly: «Derzeit sind die Starts eine Lotterie»
Sein Landsmann Gasly pflichtet ihm bei: «Derzeit sind die Starts eine Lotterie. Denn Liam hatte ein Problem, das nichts mit der Startprozedur zu tun hatte. Wir hatten einen sehr guten Start, und wir alle wissen, was im Auto zu tun ist. Das hatte aber mehr mit der Antriebseinheit zu tun und ob sie das tut, was sie tun sollte. Und da gibt es grosse Unterschiede. Ich habe keine Ahnung, ob es wieder so gut laufen wird, wenn ich hier genau dasselbe wie in der vergangenen Woche machen werde. Vielleicht verliere ich dann fünf Positionen, vielleicht bin ich auch auf der richtigen Seite und gewinne viele Plätze. Diese Performance-Unterschiede haben wir wohl seit den 1980ern nicht mehr gesehen.»
«Ist es fair für uns? Wahrscheinlich nicht. Das ist sicherlich das Eine. Für Franco war es sicherlich beängstigend. Ich habe ihm heute herzlich gedankt, weil wir wenige Ersatzteile haben und das ganze Team hat das wohl als Schrecksekunde erlebt – speziell für Franco war es ein Schock. Ich bin froh, dass nichts passiert ist. Das müssen wir aber sicherlich anschauen, denn Liam hat auch einen vernünftigen Job gemacht im Qualifying, und dann war sein Rennen gelaufen, ohne dass er etwas falsch gemacht hat. Das sollte wirklich nicht passieren», fügte der Alpine-Teamkollege von Colapinto an.
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