Speedway-Grand-Prix Landshut: Debütant Kacper Woryna gelang die Sensation
Am Ende wurde der Auftakt des Speedway-Grand-Prix 2026 in der OneSolar-Arena in Landshut spektakulär. Dan Bewley war der Beste, doch mit Kacper Woryna durfte sich ein Neuling als Sieger feiern lassen.
Spektakulärer als Kacper Woryna kann man nicht als Stammfahrer in den Grand Prix einsteigen: Der Pole hat sich im vergangenen Jahr über den Challenge seinen Platz in der WM-Serie erarbeitet und konnte gleich in seinem ersten Rennen einen Coup landen. In den ersten Läufen legte vor allen Dan Bewley, der bereits am Freitag
Nach Lauf 12 bedurfte die Strecke eines längeren Bahndienstes, was auch vereinzelte Pfiffe aus dem Publikum zur Folge hatte. Als die Rennen nach einer 30-minütigen Pause fortgesetzt wurden, gab die Bahn entschieden mehr her, sodass die Rennen besser wurden. Die beste Show des Tages legte Bewley hin, der im 19. Lauf als Letzter aus dem Start kam und zunächst an Leon Madsen vorbeigehen konnte. Der Brite blieb voll am Gas und schnappte sich in einem starken Manöver noch den Sieg vor Andzejs Lebedevs und Jack Holder, obwohl er auch sonst direkt im Finale gestanden wäre.
Bewley toppte nach Abschluss der 20 Vorläufe ungeschlagen das Tableau und hatte damit die erste Startplatzwahl für das Finale. Brady Kurtz hatte im 20. Lauf die Chance auf den direkten Finaleinzug, konnte sie aber nicht nutzen, womit Bartosz Zmarzlik diesen Platz einnahm.
Kurtz verpasst das Finale – Woryna liefert den Geniestreich
Den ersten Schock des Abends setzte Kacper Woryna, der trotz einer Disqualifikation wegen Startbandberührung auf acht Punkte in den Vorläufen kam und sich im ersten Last-Chance-Qualifier vom blauen Startplatz vor die Australier Jason Doyle, Jack Holder und Brady Kurtz setzen konnte und deren Abend beendete.
Im zweiten Last-Chance-Qualifier fand sich Robert Lambert nach dem Start hinter Fredrik Lindgren. Der Brite steckte jedoch nicht auf, startete mehrere Attacken auf den Schweden und konnte in der letzten Runde an die Spitze gehen.
Im Finale um den Tagessieg wählte Bewley erwartungsgemäß den inneren Startplatz und kam von dort auch bestens weg, doch bereits auf der Gegengerade hatte sich Woryna in Position gebracht, um in der Zielkurve innen am Engländer vorbeizugehen und die Spitze zu übernehmen. Bewley, der bis dahin ungeschlagen war, konnte gegen den enteilten Polen keine Attacke mehr setzen, der den Grand Prix vor Bewley, Zmarzlik und Lambert gewann.
Norick Blödorn verkauft sich teuer
Im Gegensatz zu seinem Wildcardeinsatz vor zwei Jahren konnte sich Norick Blödorn dieses Mal deutlich mehr in Szene setzen. Der 21-Jährige steigerte sich nach einem letzten Platz zum Auftakt von Lauf zu Lauf und konnte insgesamt sechs Punkte einfahren. Blödorn schreckte in seinen Läufen keinesfalls vor großen Namen zurück, konnte Lindgren im siebten Lauf kurzzeitig bedrängen und hielt sich auch im Duell mit Vizeweltmeister Brady Kurtz vorübergehend vor dem Australier. Auch in seinem letzten Lauf war der deutsche Vertreter voll bei der Musik, als er in der Startkurve klug an Nazar Parnitskyi und Michael Jepsen Jensen vorbeiging und hinter Weltmeister Zmarzlik zwei weitere Punkte ins Ziel brachte. Am Ende durfte sich Blödorn mit sechs Punkten auf dem Konto auf einer Ehrenrunde feiern lassen, mit dem Wissen, dass er die Last-Chance-Läufe nur wegen eines Zählers verpasst hat.
Ergebnisse Speedway-GP Landshut/D:
Kacper Woryna (PL), 20 WM-Punkte/8 Vorlaufpunkte
Dan Bewley (GB), 18/15
Bartosz Zmarzlik (PL), 16/11
Robert Lambert (GB), 14/9
Fredrik Lindgren (S), 12/8
Jason Doyle (AUS), 11/7
Patryk Dudek (PL), 10/9
Jack Holder (AUS), 9/7
Brady Kurtz (AUS), 8/10
Dominik Kubera (PL), 7/6
Nazar Parnitskyi (UA), 6/6
Andzejs Lebedevs (LV), 5/6
Norick Blödorn (D), 4/6
Max Fricke (AUS), 3/5
Michael Jepsen Jensen (DK), 2/4
Leon Madsen (DK), 1/3
Kevin Wölbert (D), 0/0
Last-Chance-Qualifier 1: 1. Kacper Woryna, 2. Jason Doyle, 3. Jack Holder, 4. Brady Kurtz
Last-Chance-Qualifier 2: 1. Robert Lambert, 2. Fredrik Lindgren, 3. Patryk Dudek, 4. Dominik Kubera
Finale: 1. Kacper Woryna, 2. Dan Bewley, 3. Bartosz Zmarzlik, 4. Robert Lambert
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