Iker Lecuona zum Ducati-Duell in Most: «Konnte Nicolo unter Druck setzen!»
Näher an Nicolo Bulega dran als je zuvor: Ducati-Werkspilot Iker Lecuona setzte seinen Teamkollegen im Samstags-Rennen der Superbike-WM in Most stark unter Druck und trieb ihn in einige Fehler.
Die Siegesserie von Ducati-Pilot Nicolo Bulega fand
«Ich will nicht sagen, dass sich dieser zweite Platz wie ein Sieg anfühlt. Doch es fehlt nicht viel. Ich lieferte mir einen richtig guten Kampf mit Nicolo», freute sich Lecuona, als er am Samstagnachmittag in Most auf die Medienvertreter traf.
Lecuona war stolz, seinen bisher übermächtigen Teamkollegen herausgefordert zu haben: «Zum zweiten Mal in Folge machte er in einem Rennen Fehler. Er kam in Kurve 1 zwei oder drei Mal von der Linie ab und war in Kurve 6 weit. Wir waren sehr schnell, auch ich machte Fehler, doch ich konnte ihn unter Druck setzen. Und das freut mich sehr. Es war hier mein erstes Rennen mit der Ducati und jetzt kann ich behaupten, nah dran zu sein.»
Unterschiedliche Fahrstile, aber gleiche Rundenzeiten
Der kurvenreiche Kurs in Most offenbarte die Stärken und Schwächen der Ducati-Werkspiloten. Im engen Teil war Lecuona stärker, doch Bulega nahm mehr Schwung durch die flüssigen Passagen. «Nicolos Stil unterscheidet sich stark von meinem, aber wir haben das gleiche Motorrad. Deshalb sollten unsere Stärken und Schwächen identisch sein. Doch im Rennen hatte jeder seine individuellen Stärken und Schwächen. Und unterm Strich fuhren wir identische Rundenzeiten. Ich muss an einigen Stellen lernen. Doch wir machten beide Fehler», schilderte Lecuona.
«Zwei Runden vor Rennende hatte ich zwei Situationen, in denen ich beinahe gestürzt wäre. In Kurve 15 und 16 rutschte ich von der Fußraste», gestand der Spanier. «Als er mich wieder überholte, wollte ich das Risiko nicht eingehen.»
Bulega führte das Rennen nach dem Start an. Lecuona musste sich zuerst gegen Barni-Pilot Yari Montella durchsetzen. «Da Yari in Kurve 2 an mir vorbeizog, musste ich ich in den ersten Runden zu hart pushen, um Nicolo einzuholen. Das wirkte sich in den letzten Runden aus. Der Reifen war auf der rechten Flanke nicht mehr gut. Wenn ich von Beginn an auf Position 2 gefahren wäre, hätte es vielleicht anders ausgesehen. Doch ich bin auch so ziemlich happy», kommentierte Lecuona.
Lecuona wollte Bulega nicht zeigen, wo er stärker ist
«Die Zuschauer hatten Spaß, doch das Team war ziemlich gestresst», scherzte Lecuona nach dem sehenswerten Duell im Autodrom Most. «Ich habe ein paar Dinge gelernt, als ich hinter Nicolo fuhr. An zwei Stellen, an denen er schneller ist, muss ich mir die Daten genauer anschauen. Ich kann das im Rennen nicht kopieren. Keine Ahnung, ob das auf die Elektronik oder auf mich zurückzuführen ist. Auf diese beiden Stellen konzentriere ich mich für morgen.»
«Es gab einige Stellen, an denen ich deutlich stärker war als er», so Lecuona. «Ich wollte nicht, dass er meine Performance an diesen Stellen sieht. Ich nahm an diesen Stellen bewusst Gas heraus. An den anderen Stellen pushte ich, doch nicht in diesen Bereichen. Das kann er in den Datenaufzeichnungen nicht sehen.»
Für Lecuona war es der zehnte zweite Platz in Folge. In der Fahrerwertung hat Lecuona die zweite Position gefestigt, auch weil Sam Lowes nach einer Kollision mit Alberto Surra zu Sturz kam. Lecuona hat jetzt ein Polster von 87 Punkten auf den WM-Dritten.
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