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Kaum zu fassen: Nicolo Bulega (Ducati) hat am Samstag in Most sein 17. Rennen in der Superbike-WM in Folge gewonnen. Erstmals in dieser Saison erfuhr er Gegenwehr – und relativierte diese sofort.
Auch wenn Nicolo Bulega am Samstag in Most zum 17. Mal in Folge gewann, eine kaum vorstellbare Erfolgsserie, hatte er zum ersten Mal in diesem Jahr in seinem Teamkollegen Iker Lecuona einen echten Gegner und wir sahen an der Spitze das bislang spannendste Superbike-Rennen des Jahres.
«Das war schwierig, Iker war sehr stark», hielt Bulega fest. «Ich hatte kein perfektes Gefühl für mein Motorrad, etwas fehlte. Hinzu kam, dass ich ab der ersten Runde Probleme mit der Vorderradbremse hatte. Vor der vorletzten Kurve musste ich besonders vorsichtig sein, weil mir der Bremshebel entgegenkam und meine Finger berührte. Es ist nicht einfach den Fokus zu behalten, wenn du die ganze Runde an die Bremse denken musst. Die letzten drei Runden versuchte ich das auszublenden und meine Pace durchzuziehen.»
Die beiden Ducati-Asse hatten ihre Stärken in verschiedenen Streckenabschnitten, bezüglich Rundenzeit waren sie sehr ähnlich unterwegs. Offensichtlich war aber auch: Als Bulega drei Runden vor Schluss den Hammer fallen ließ, hatte Lecuona nichts entgegenzusetzen.
«Als mich Iker überholte, machte ich viele Fehler», äußerte sich der WM-Leader selbstkritisch. «Ein bisschen war das wegen der Bremse und weil ich dauernd an sie dachte. Also entschied ich mich für ein paar Runden hinter ihm zu bleiben, um zu sehen, wo er schneller ist als ich. Und um zu verstehen, wo ich mich für die letzten Runden verbessern kann. Als ich ihn überholte und 100 Prozent meiner Pace fuhr, konnte ich eine kleine Lücke zu ihm auffahren.»
Bereits zum zehnten Mal (!) wurde Lecuona in dieser Saison Zweiter. Bulega attestierte ihm zwar, dass er näher dran war als bisher. Gleichzeitig betonte der Italiener aber, dass das nur daran lag, dass er sein Potenzial nicht ausschöpfen konnte: «Für meinen Fahrstil sind diese engen und winzigen Kurven hier schwierig. Die letzten beiden Kurven sind offen und schnell, da bin ich sehr gut. Als ich vorne fuhr, waren wir schneller als in den Runden, als er führte.»
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