Comeback-Mann Jonas Folger (KTM): «Muss nicht komplett bei null beginnen»
«Mit meinen ganzen Jobs bei KTM bin ich mehr beschäftigt als mancher Vollzeitfahrer», sagt Jonas Folger. Das Thema MotoGP spielt dabei normal eine untergeordnete Rolle – doch jetzt nicht mehr!
Fast drei Jahre nach seinem letzten MotoGP-Rennen am 25. Juni 2023 in Assen tritt Jonas Folger am kommenden Wochenende in Le Mans wieder mit KTM in der Königsklasse an.
«Die Pace und der Rhythmus der anderen werden für mich zum Problem», meint Folger. «In den vergangenen drei Jahren hat sich viel am Motorrad verändert, vor allem am Motor und bei der Aerodynamik – es wird eine höllische Herausforderung. Ich werde trotzdem versuchen es zu genießen und bin glücklich, hier zu sein.»
Jonas Folger: «Nicht so oft auf dem Bike wie Pol und Dani»
Die Wettervorhersage bringt für Samstag und Sonntag Regen in Le Mans. Ein gutes Omen für Folger? «Am Montag habe ich den ganzen Tag auf Slicks getestet, am Dienstag hat es geregnet. Vielleicht war das gut, so habe ich dieses Gefühl zurück – wobei ich auf anderen Reifen unterwegs war, was schade ist. Immerhin, ich war zwei Tage auf dem Motorrad und muss nicht komplett bei null beginnen. Nach meinem letzten MotoGP-Rennen 2023 als Ersatz für Pol Espargaro hatte ich im gleichen Jahr noch zwei Tests auf dem Bike. Später agierte ich mehr im Hintergrund und habe die Vorauswahl für das Testteam gemacht. Ich sitze also nicht mehr so oft auf dem Motorrad wie Pol und Dani Pedrosa.»
Wenn Jonas das sagt, dann meint er die MotoGP-Maschine. Denn an Kilometern für KTM mangelt es ihm nicht. Vor seinem MotoGP-Test in Mugello war er mit dem Team Freudenberg beim jüngsten Test der Supersport-KTM 990 RC R drei Tage in Brüx (Most) auf der Rennstrecke.
Drei Aufgabenbereiche bei KTM
«Im Endeffekt habe ich drei Aufgabenbereiche bei KTM», schilderte Folger gegenüber SPEEDWEEK.com. «Das ist einmal von der Marketingseite der 990er-RC-R-Cup mit sechs Rennen im Jahr. Da bin ich Markenbotschafter für den Cup, Mentor und Coach. Mit dem bin ich viel unterwegs und habe auch viel Vor- und Nacharbeit. Als Zweites bin ich bei Carsten Freudenberg, was über KTM läuft, um die Supersport-Maschine für die Euro Moto 2026, sowie langfristig gesehen für die Supersport-WM, bereit zu machen. Und dann habe ich noch einen dritten Vertrag mit KTM Marketing Motorsport und fahre in diesem Zusammenhang die MotoGP-Doppelsitzer, mache Show-Events, Video- und Foto-Shootings etc. Da kommt schon einiges zusammen. Da bin ich mehr beschäftigt als mancher Vollzeitfahrer.»
Es war fast wie beim ersten Mal, als ich das MotoGP-Bike fuhr.jonas folger über seinen mugello-test
Mit 350 km/h wie zu Wochenbeginn in Mugello ist er aber nur noch selten unterwegs. «Es war fast wie beim ersten Mal, als ich das MotoGP-Bike fuhr», lachte der 32-Jährige. «Ich habe den ganzen Tag gegrinst, auch wenn ich mit einem etwas langsameren Mapping unterwegs war. Es war schön – es ist verrückt, mit Vollgas über die Kuppe dort zu fahren. Als mich KTM anrief, war ich überrascht und auch nicht vorbereitet, aber
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