Bagnaia in Le Mans: «Je mehr Grip die Strecke hat, desto besser für Ducati»
In Frankreich reichte es für Francesco Bagnaia als MotoGP-Pilot noch nie zum Sieg. Ob es 2026 klappt, das hängt in erster Instanz von den Launen des Wetters in Le Mans ab, Bagnaia ist skeptisch.
Vor einem Jahr erlebte Francesco Bagnaia einen GP-Sonntag zum Vergessen. Gleich in der ersten Schikane wurde «Go Free» von seiner Werks-Ducati gerissen. Zwar konnte Bagnaia im Wetterchaos-GP weiterfahren, doch am Ende blieb der Turiner ohne Punkte. Auch im Jahr zuvor zog Bagnaia den Kürzeren – im Finale setzten sich Jorge Martin und Marc Marquez durch.
Das Verhältnis zum Traditionskurs ist also durchaus gespalten. Bagnaia: «Schon wenn ich aus der Ferne die Schilder zum «Circuit de 24 Heures» sehe, habe ich ein sehr gutes Gefühl. Das Layout zählt zu meinen Favoriten. Ich komme immer sehr gerne her – auch wenn ich als MotoGP-Pilot noch nie gewonnen habe.»
Le Mans: Techniker und Fahrer beurteilen den Grip unterschiedlich
Am Tag vor dem Start zum Frankreich-GP berichtete Bagnaia über eine weitere Eigenheit der Rennstrecke: «Wenn man die Techniker fragt, dann sind sie begeistert von der Haftung der Strecke. Technisch gesehen ist es eine der besten Anlagen, der Untergrund hat eine super Qualität, es gibt nur wenig Unebenheiten. Als Fahrer ist es etwas anders. Auf dem Bike ist der Grip zwar da, aber man fühlt das enorme Haftungspotenzial nicht.»
Anders als in der Vergangenheit sieht Bagnaia in Le Mans den Wetterfaktor als entscheidend an «Ich denke, davon hängt wieder alles ab. Bleibt es konstant schön, bin ich sehr guter Dinge. Doch kommt es anders, womit zu rechnen ist, dann wird es schwierig. Ich hatte zuletzt größere Schwierigkeiten mit dem Bike auf nasser Piste. Fakt ist: Je mehr Haftung das Motorrad auf der Rennstrecke zur Verfügung hat, desto besser für Ducati»», so der 29-Jährige.
Nicht zu vergessen ist auch die Konkurrenz, sowohl im eigenen Lager als auch außerhalb. «Ich glaube, Ducati kann hier sehr stark sein – wenn wir verstehen, was dem Gresini-Team in Jerez geholfen hat, so schnell zu sein. Ich sehe aber auch Aprilia, ich denke, die werden mit Bezzecchi und Martin richtig stark in Le Mans sein.»
Nach dem Wetter wird sich auch die Spezifikation des Bikes am Wochenende richten. Bagnaia zur neuen Aerodynamik, die auch beim Jerez-Test zum Einsatz kam: «Das Update hat gut funktioniert, aber wenn das Wetter schlecht ist, werden wir so wohl nicht zum Einsatz bringen, auch weil wir nicht so viele Neuteile haben.»
Beim letzten MotoGP-Schlagabtausch holte Ducati-Pilot eine Sprint-Medaille. In der WM-Tabelle schaut es dennoch bescheiden aus für den Piloten der Ducati-Werksmannschaft. Vor den Rennen 9 und 10 der Meisterschaft rangiert Bagnaia mit 34 Zählern auf Rang 9.
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