Jorge Martin (Aprilia/5.) endlich wieder nervös: «Ein gutes Gefühl!»
Es war, als wäre Jorge Martin nie weg gewesen. Der Weltmeister von 2024 fädelte sich bei seinem MotoGP-Comeback nicht nur in den Verkehr ein – Martin mischte zum Auftakt in Buriram an der Spitze mit.
Zugegeben, dass Jorge Martín beim Thailand-GP gut aufzeigt, ist nach den jüngsten Tests an Ort und Stelle keine Riesenüberraschung mehr. Bei der letzten Erprobung der RS-G rangierte der Champion der Saison 2024 permanent in den Top 10. Im Finale hatte die Nummer als Achter knapp eine halbe Sekunde auf Teamkollege Bezzecchi und die Bestzeit verloren.
Sehr vergleichbar das Bild wenige Tage später im Vorfeld des Thailand-GP. Zur riesigen Erleichterung des Athleten aus Madrid meldete er sich im FP1 in der MotoGP-Elite zurück. Martin: «Bereits bei dem Test wusste ich, dass wir konkurrenzfähig sind. Entsprechend war ich auch ziemlich nervös, ob es dann auch weiter so gut laufen wird – es war gut, diese Aufregung wieder zu fühlen. Aber bereits nach den ersten Runden war das Gefühl da und ich konnte gleich gute Zeiten fahren.»
Jorge Martin gelang es, Platz 3 nach dem ersten Run zu bestätigen. Dem fehlerfreien Auftritt zu Beginn folgte auch im Zeittraining eine Leistung, die an den alten «Martinator» erinnerte. Wie alle anderen Fahrer litt auch Martin unter den äußeren Einflüssen, machte aber das Beste aus der Lage. «Am Nachmittag war es vor allem wegen des Windes schwieriger, es war praktisch nicht möglich, den richtigen Zeitpunkt für einen Angriff zu planen. Bei mir war es nicht sehr glücklich, ich denke, ich hatte zu dem Zeitpunkt den übelsten Wind.»
Der Madrilene meisterte die Aufgabe dennoch gut. Im Zeittraining steigerte er sich um 0,3 sec auf eine 1:29,229 min, was nach einer Stunde Platz 5 und einen ungefährdeten Einzug ins zweite Qualifying bedeutete.
Jorge Martin zeigte sich zufrieden, muss aber derzeit auch anerkennen, dass Boxennachbar Bezzecchi auf dem gleichen Bike unantastbar ist. «Marco ist weit vorne. Es ist ein deutlicher Vorsprung, er nutzt das Motorrad ganz anders. Aktuell fahre ich noch viel mit seinen Einstellungen und wir müssen verstehen, wie wir das Motorrad noch mehr auf meinen Stil anpassen. Ich bin nicht Marco. Er bremst später und fährt dennoch sanfter als ich.»
«Das ist besonders dann ein negatives Thema, wenn es auf eine Runde geht. Ich bin da zu aggressiv. Wenn ich attackiere, fängt alles an, zu schütteln. Aber über eine längere Distanz, wenn auch ich gleichmäßiger agiere, dann passt es besser», so die Beschreibung des wiedererstarkten Werksfahrers einen Tag vor dem ersten Sprint des Jahres 2026. Gelingt es Jorge Martin, auch im Qualifying die Nerven zu behalten, dann scheint selbst eine Rückkehr aufs MotoGP-Podest nicht ausgeschlossen.
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