Lädierter Marc Marquez: Mit seinem Fahrstil von 2025 geht es nicht weiter
Am 27. Februar beginnt in Thailand die MotoGP-WM 2026. Titelverteidiger Marc Marquez aus dem Ducati-Werksteam traut sich keine Einschätzung zu, wo er nach seiner langen Genesungszeit steht.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Am 5. Oktober 2025 fuhr Weltmeister Marc Marquez auf der Ferieninsel Lombok sein letztes Rennen. Eine Woche nach seinem siebten MotoGP-Titel wurde der Spanier im Grand Prix nach wenigen Kurven vom übermotivierten Polesetter Marco Bezzecchi (Aprilia) abgeräumt. Am 3. Februar, nach vier Monaten Rekonvaleszenz, kehrte der Spanier mit der Ducati GP26 auf die Rennstrecke zurück und hat seither drei Testtage in Sepang/Malaysia und zwei am vergangenen Wochenende auf dem Buriram Circuit in Thailand abgespult, wo an diesem Wochenende die Saison eröffnet wird.
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Im Vorjahr hat der 33-Jährige beide Rennen in Buriram gewonnen und damit den Grundstein für seine grandiose Rückkehr an die Spitze der MotoGP gelegt. «Technisch haben wir uns verbessert, vor allem am letzten Tag in Thailand gelang uns ein guter Schritt in die Richtung, die ich mir wünsche», gewährte Marc Marquez einen Einblick. «Ich fühle mich besser und besser, Tests sind körperlich immer anstrengender als ein Rennwochenende. Deshalb erwarte ich einen guten Auftakt – alle beginnen bei null.» Marc Marquez zweifelt an einer Wiederholung von 2025 2025 stand Marquez 31-mal auf dem Podium, Sprints und Grands Prix zusammengerechnet, 25-mal als Sieger, und war damit die Referenz für alle anderen. Der Ducati-Star traut sich keine Prognose zu, ob sich so etwas wiederholen lässt. «Wahr ist, dass du nicht in jedem Rennen oder in jeder Session der Schnellste sein kannst», betont Marc. «Mein Ziel ist deshalb, auf allen Rennstrecken gleichbleibend gute Leistungen abzurufen. Ich gehe davon aus, dass ich in den ersten Rennen während der Wochenenden immer besser werde.»
Eine meiner Fähigkeiten ist, dass ich mich an das anpassen kann, was ich habe und was ich brauche.marc marquez
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Der 99-fache Grand-Prix-Sieger weiter: «2024 und 2025 ging es darum mir selbst zu beweisen, dass ich in dieser Meisterschaft weiterhin schnell sein kann. Das war mein Hauptziel und ich habe es erreicht. Letztes Jahr fühlte ich mich in guter Form. Die Verletzung in Indonesien sah erst harmlos aus, aber sie war es nicht und die Genesung dauerte lange. Dass es erneut die rechte Schulter betraf, verlängerte den Prozess. Ich hoffe, dass ich mich in den anstehenden Rennen steigern kann, ich weiß aber nicht, was mit meinem rechten Arm 100 Prozent sind. Momentan kann ich das Motorrad nicht so fahren, wie ich das im Vorjahr tat, deshalb musste ich mich für eine andere Aerodynamikkonfiguration entscheiden. Eine meiner Fähigkeiten ist, dass ich mich an das anpassen kann, was ich habe und was ich brauche. Ich werde meinen Fahrstil also ein weiteres Mal in meiner Karriere modifizieren, bis ich mich bereit fühle. Ich werde erst während des Wochenendes wissen, wo ich stehe. Klar ist: Wenn du ein rotes Ducati-T-Shirt trägst, dann ist das Ziel, um den Titel zu kämpfen.»
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Alle warten auf die Vertragsverlängerung mit Ducati Lenovo Dass Marc Marquez über 2026 hinaus mit Ducati Lenovo weitermachen wird, gilt als fix, eine offizielle Bestätigung kam bislang aber noch nicht. Ein wesentlicher Diskussionspunkt ist, ob Marquez beim Hersteller aus Borgo Panigale für ein oder zwei Jahre unterschreibt. Die Entscheidung, ob es ein Einjahres- oder ein Zweijahresvertrag wird, hängt mit seiner körperlichen Verfassung zusammen. Vor wenigen Tagen betonte der neunfache Champion, dass er keine Entscheidung treffen und auch keinen Vertrag unterschreiben wird, wenn er verletzt ist. Dies wiederholte er bei der Auftaktpressekonferenz zum Thailand-GP am Donnerstag. Ein spanischer Journalist fragte ihn, wie er sich momentan fühle. «Ich bin okay», erwiderte MM93 knapp. Somit könne er eine Entscheidung treffen? «Ja, ich bin bereit dazu. Nach diesem Rennwochenende werde ich noch mehr bereit sein», schmunzelte Marquez.
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