Vier Aprilia-Siege in Folge: Marco Bezzecchi lobt «beeindruckenden Einsatz»
Aprilia-Pilot Marco Bezzecchi dominiert in Brasilien von Start bis Ziel und feiert seinen vierten MotoGP-Sieg in Folge – nach schwierigem Freitag zeigte er eine beeindruckende Steigerung.
Marco Bezzecchi setzte beim MotoGP-Gastspiel in Goiania ein weiteres Ausrufezeichen. Der Italiener holte einen souveränen Start-Ziel-Sieg und baute damit seine beeindruckende Serie auf vier saisonübergreifende Grand-Prix-Erfolge in Folge aus.
Bereits beim Start schoss der Aprilia-Pilot von Platz 2 an die Spitze und setzte sich unmittelbar vom Feld ab. Im auf 23 Runden verkürzten Rennen kontrollierte er das Geschehen nach Belieben und überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 3,2 Sekunden auf Teamkollege Jorge Martin.
Damit knüpft Bezzecchi nahtlos an seine jüngsten Erfolge an – nach Siegen in Portimao 2025, Valencia 2025 und Buriram 2026 war Goiania 2026 der nächste Triumph in einer beeindruckenden Serie.
Am Freitag nur 20., am Sonntag ganz oben
Dass der Rennsonntag so dominant verlaufen würde, war nach dem schwierigen Freitag allerdings kaum abzusehen. Bezzecchi selbst zeigte sich im Rückblick offen: «Freitag war richtig hart. Am Freitag habe ich nicht erwartet, dass ich Goiania mit einem Sieg verlassen kann. Ich fühlte mich nicht gut und überfuhr das Motorrad, um näher dran zu sein.»
«Nach dem Zeittraining setzte ich mich mit meiner Crew zusammen und wir überlegten uns, woran wir arbeiten müssen. Wir schauten uns jedes Detail an und studierten die Linien. Ich wollte einfach besser sein», erklärte der neue WM-Leader.
Die Arbeit zahlte sich aus – Schritt für Schritt näherte sich der 27-Jährige der Spitze an: «Am Samstag begann ich deutlich besser, doch es reichte nicht im Sprint, um für das Podium zu kämpfen. Hinter 'Diggia', Marc und zum Teil auch Jorge versuchte ich, zu lernen und sie ein bisschen zu kopieren. Ich wollte meinen Fahrstil ein bisschen modifizieren und heute Morgen fühlte ich mich bereits besser.»
Bezzecchi rechnete mit etwas mehr Gegenwehr
Mit der Bestzeit im Warm-up legte Bezzecchi schließlich die Basis für seinen dominanten Auftritt im Rennen. Dort führte er jede einzelne Runde an – mittlerweile summiert sich seine Führung auf 101 Rennrunden während seiner Siegesserie. Dennoch ging er mit Respekt in den Grand Prix: «Ich erwartete, dass 'Diggia', Jorge und Marc schneller sind als ich. Deshalb versuchte ich, gut zu starten und mich an der Spitze zu behaupten, denn Überholen ist auf dieser Strecke nicht so einfach. Ich erwartete dennoch, dass sie mich überholen und wir uns harte Kämpfe liefern.»
Doch die Konkurrenz konnte dem Aprilia-Piloten nicht folgen: «Nach einigen Runden erkannte ich, dass ich ihnen davon fahre. Ich wollte ruhig bleiben, denn andernfalls hätte ich den Vorderreifen binnen weniger Runden verschlissen. Ich fühlte mich gut und pushte deshalb weiter. Das funktionierte am Ende.»
Neben seiner eigenen Leistung hob Bezzecchi vor allem die Arbeit seines Teams hervor – Aprilia präsentiert sich aktuell in bestechender Form: «Die Jungs arbeiten super hart. Ihr Einsatz ist wirklich beeindruckend. Ich möchte ihnen danken, den Ingenieuren in Noale, aber auch den Ingenieuren an der Rennstrecke. Sie geben mit vollem Herzen alles. Ich kann nicht anders, als ebenfalls alles zu geben.»
Mit dieser Kombination aus fahrerischer Stärke und technischer Konstanz avanciert Marco Bezzecchi derzeit zum Maßstab in der MotoGP – und Goiania war ein weiterer eindrucksvoller Beleg dafür. Nach den beiden ersten Grand-Prix-Wochenenden der Saison 2026 führt er die WM vor Aprilia-Teamkollege Jorge Martin mit elf Punkten Vorsprung an.
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