Assen, Lauf 1: Erst Massencrash, dann Krimi zwischen Herrera und Neila
Der erste Lauf der WorldWCR 2026 in Assen wurde nach einem Massensturz und Abbruch von Maria Herrera gewonnen. Dramatisches Ende für Paola Ramos. Erste WM-Punkte für Lucy Michel.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Das Meeting in Assen ist das zweite Rennwochenende der Women's Circuit Racing World Championship 2026 und Maria Herrera ist die große Favoritin. Die Weltmeisterin fuhr am Freitag im Training und in der Superpole die jeweils schnellste Runde. Das Selbstbewusstsein der Spanierin ist so groß, dass sie auf das morgendliche Warm-up verzichtete.
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Der um 12:00 Uhr Ortszeit bei 16 Grad Celsius gestartete erste Lauf ging über zwölf Runden. Kurz vor dem Erlöschen der Ampel begann es in Teilen der Rennstrecke zu tröpfeln, was für zusätzliche Würze sorgte. Neben Herrera starteten Beatriz Neila und Paola Ramos aus der ersten Reihe. Für Letztere ist die niederländische Piste neu, die 18-Jährige steigerte sich aber kontinuierlich. Lucy Michel qualifizierte sich als 22. von 26 Teilnehmerinnen. Den Sprint zur ersten Kurve gewann Herrera, dahinter reihten sich Ramos, Boudesseul, Sanchez und Neila ein. Im hinteren Feld stürzten jedoch vier Pilotinnen und das Rennen wurde abgebrochen. Die Australierin Tayla Relph hatte sich offenbar am Bein verletzt und musste mit einer Trage geborgen werden.
Der Restart erfolgte über nur noch acht Runden und fand ohne Relph, Pakita Ruiz (E) und Line Vieillard (F) statt. Durch die Unterbrechung von 15 Minuten hatte sich wenigstens die Regenproblematik erledigt – die Sonne blitzte durch die Wolkendecke und trocknete den ohnehin nur leicht feuchten Asphalt.
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Beim zweiten Versuch kamen alle Fahrerinnen heile durch die erste Kurve. An der Spitze setzte sich erneut Herrera durch und kam mit 0,3 sec Vorsprung auf Neila und Ramos aus der ersten Runde.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Zur Erinnerung: 2025 teilten sich Herrera und Neila die Siege in Assen.
Paolo Ramos konnte nicht an der Spitze mithalten Ramos konnte mit ihren spanischen Landsfrauen nicht lange mithalten und wurde von der Verfolgergruppe eingefangen. Fortan machten sich Herrera und Neila alleine auf und davon und führten nach zwei Runden bereits um 2,7 sec! Runde um Runde fuhr das Duo eine Runde schneller als der Rest. Nach vier von acht Runden lagen die Spanierinnen innerhalb nur 0,3 sec – Neila steigerte sich für das Rennen enorm und hielt den Druck auf Herrera konstant hoch. In Runde 7 suchte Herrera die Entscheidung und zog das Tempo an – aber Neila hielt mit und antwortete mit der schnellsten Rennrunde in 1:47,150 min. Am Ende reichte es aber nicht für einen Überholversuch und Herrera holte sich nur 0,083 sec vor Neila den Sieg.
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Dramatisches Finale in der Verfolgergruppe Dramatisch endete das Rennen in der Verfolgergruppe. Ramos hatte sich auf Platz 3 durchgesetzt, stürzte aber in der Schikane vor der Ziellinie. Sara Sanchez musste in die Wiese ausweichen und rutschte ebenfalls aus. So erbte Roberta Ponziani den dritten Platz auf dem Podium vor der erstarkten Chloe Jones und der erstaunlichen Thailänderin Muklada Sarapuech. Lucy Michel fuhr in der dritten Gruppe, die um Platz 13 kämpfte, und kreuzte auf Platz 14 die Ziellinie.
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