Kelvin van der Linde: «Es wird wieder ein Mehrkampf werden»
Kelvin van der Linde kehrt in diesem Jahr mit Schubert Motorsport in die DTM zurück. Der Red-Bull-Athlet spricht mit SPEEDWEEK über die Rückkehr in Deutschlands bekannteste Rennserie.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Nach zwei Titeln im ADAC GT Masters gehört Kelvin van der Linde seit 2021 zur DTM-Familie und wurde in seiner bislang letzten Saison 2024 im Abt-Audi Vizemeister. Nach dem Wechsel zu BMW zur Saison 2025 gewann er praktisch alles, wo er eingesetzt wurde: Meister in der GT World Challenge Europe und in der Intercontinental GT Challenge, erste Plätze in den 12 Stunden von Bathurst, den 24 Stunden auf dem Nürburgring, den acht Stunden von Indianapolis und den 1000 Kilometern von Suzuka.
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Kein Wunder, dass er vor dem DTM-Comeback in Spielberg erklärt: «Ich freue mich wahnsinnig, zurück zu sein in einer Serie, die mir sehr am Herzen liegt. Das eine Jahr Pause hat mir gutgetan, vor allem, um das Auto in einem Umfeld kennenzulernen, in dem der Druck nicht so groß ist. Jetzt kommt die Feinarbeit, die die DTM verlangt, und es kommen mehr Erwartungen auf mich zu. Ich denke, ich bin bereit dafür.» Die Umstellung auf das neue Team Schubert sei eine neue Herausforderung gewesen mit neuem Ingenieur, neuen Mechanikern usw. «Aber es lief problemlos bisher, aber wir werden noch einige Zeit zusammen brauchen. Ich habe aber ein gutes Gefühl. Mit dem M4 GT3 Evo habe ich meine Erfahrungen nach dem Markenwechsel gemacht. Jetzt geht es um die Details, das eine oder andere Zehntel noch zu finden. Ich bin guter Dinge, noch mehr aus mir selbst und dem BMW herausholen zu können.»
Der gebürtige Johannesburger, der vor eineinhalb Jahren in Bregenz seine europäische Heimat gefunden hat, rechnet wieder mit einem Mehrkampf um den Titel: «Es gibt keine Garantien in der DTM. Man sah doch letztes Jahr, wie viele Fahrer bis zum Finale im Titelrennen waren. Daher ist es wichtig, konstant zu punkten. Wenn ich nach Hockenheim (Finalwochenende, Anm.) komme und noch Titelchancen habe, wäre das schon ein Ziel. Was dann dort passiert, ist immer offen.»
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Zum Red Bull Ring als Auftaktstrecke meint er: «Hmm, das war für mich früher mit Audi eine Angststrecke, aber jetzt mit BMW gehe ich von sehr guter Performance und besseren Chancen aus.»
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Keinen Zweifel lässt der Vielbeschäftigte an seinem Fokus: «Ich bestreite auch wieder die GT World Challenge Europe in der Langstrecken- und Sprintwertung, dazu kommen die 24 Stunden auf dem Nürburgring. Das ergibt über 20 Rennwochenenden, also genug zu tun dieses Jahr! Das Ziel ist natürlich DTM-Champion zu werden, gar keine Frage. Die GTWC konnte ich ja letztes Jahr gewinnen, das ist sozusagen abgehakt. Jetzt zählt für mich vor allem die DTM.»
Sein Arbeitgeber BMW ist bei den großen Prototypen im WEC und in der IMSA-Serie engagiert. Hypercars als ein neues Ziel? Dazu sagt Kelvin: «Ich bin ja schon Tests gefahren, aber es hat sich für Rennen bisher nicht ergeben. Mein Ziel war einmal, wieder in die DTM zu kommen, und dieser Wunsch geht jetzt in Erfüllung. Aber klar, den Wunsch, in Le Mans im Prototyp zu fahren gibt es immer. Aber jetzt haben andere Rennen Priorität.»
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