Datzer erneut nicht berücksichtigt: «Macau ist für mich jetzt gestorben!»
Zweimal stand David Datzer beim Macau Motorcycle Grand Prix auf dem Podium. Trotzdem bekam der Deutsche zum zweiten Mal keine Einladung und das, obwohl er für ein Top-Team gefahren wäre.
Vor vier Jahren war nur Erno Kostamo beim Macau Motorcycle Grand Prix früher im Ziel als David Datzer. Im Jahr darauf stand der Deutsche abermals auf dem Podium, dieses Mal als Dritter neben den britischen Ausnahmekönnern Peter Hickman und Davey Todd.
Nachdem er 2024 bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man nicht zuletzt wegen eines schweren Sturzes keine zählbaren Ergebnisse vorweisen konnte, fand er bei Fahrerauswahl für das Einladungsrennen keine Berücksichtigung, was bei den Fans des Superbike-Champions der International Road Racing Championship 2024 auf Unverständnis stieß.
Im Vorjahr stellte sich die Frage erst gar nicht, ob der zweifache Familienvater in der Häuserschlucht der chinesischen Spielermetropole an den Start geht. Am Beginn der Saison war er in einen unverschuldeten Sturz verwickelt und er musste froh sein, den Unfall überlebt zu haben.
Heuer wollte es Datzer noch einmal wissen. Im Roadhouse Macau Racing Team von Brian McCormack kehrte er zur Tourist Trophy zurück. Körperlich noch etwas eingeschränkt beendete er die Senior-TT immerhin an der 39. Stelle, die beiden Supersport-Rennen auf den Positionen 29 und 30.
Insgeheim hoffte der 34-jährige Bayer dieses Mal vom Veranstalter eine der begehrten Einladungen zu bekommen, doch vergeblich. Übrigens: Auch der zweimalige Macau-Sieger Todd oder Laurent Hoffmann - er ist immerhin der Zweitplatzierte der European Series Road Racing - fehlen auf der kürzlich veröffentlichten Nennliste.
Undurchsichtige Auswahlkriterien für Einladung zum Macau GP
«Ich will das nicht wirklich groß kommentieren», zeigte sich Datzer auf Facebook sichtlich enttäuscht, abermals nicht berücksichtigt worden zu sein. «Drei Top-Teams haben mich für Macau kontaktiert, weil sie fest davon ausgegangen sind, dass ich dabei sein werde. Ich habe ihnen aber absagen müssen, weil ich es nur auf der Warteliste geschafft habe.»
Nach welchen Kriterien die Fahrerauswahl getroffen wird, ist für viele Fahrer seit Jahren nicht wirklich nachvollziehbar. «Ich denke mir nicht mal mehr etwas darüber, es ist wie es ist, und soll so sein. Vielleicht waren meine negativen Bemerkungen über das Auswahlprozedere 2024 ein Punkt, dass man mich nicht mehr haben möchte», sucht er nach einer Erklärung.
Für das deutsche Road-Racing-Ass aus dem niederbayrischen Vilsbiburg scheint dieses Kapitel endgültig abgeschlossen zu sein. «Macau ist für mich jetzt gestorben, ich habe auch so genug zu tun! Macau ist für mich definitiv keine Option mehr für die Zukunft.»
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