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Jonathan Rea sprang beim Test der Superbike-WM in Portimao für Jake Dixon ein. Trotz Wetterkapriolen sammelte der Nordire wichtige Erkenntnisse – und fühlte sich körperlich deutlich stärker.
Der private Test der Superbike-WM im portugiesischen Portimao stand für das Honda-Werksteam und die anderen anwesenden Teams unter schwierigen Vorzeichen. Regen und niedrige Temperaturen sorgten dafür, dass letztlich nur ein einziger Tag auf trockener Strecke genutzt werden konnte. Trotzdem zog Ersatzfahrer Jonathan Rea ein positives Fazit.
Honda absolvierte die zweitägige Session am Autodromo Internacional do Algarve mit Somkiat Chantra sowie Testfahrer Rea, der den verletzten Jake Dixon vertrat. Chantra kehrte nach einer Verletzungspause zurück und wollte vor allem wieder Vertrauen in Motorrad und Team aufbauen. Rea nutzte die Gelegenheit, um weitere Erfahrungen mit der Honda CBR1000RR-R zu sammeln.
Am Montagmorgen starteten beide Fahrer solide in den Test, ehe kurz vor 13 Uhr ein Regenschauer das Feld in die Box zwang. Erst in der letzten Stunde des Tages trocknete die Strecke ausreichend ab, sodass noch einige Runden gefahren werden konnten. Chantra spulte insgesamt 41 Umläufe ab, Rea kam auf 32 Runden. Der geplante zweite Testtag fiel wegen gemischter Bedingungen und niedriger Temperaturen komplett ins Wasser.
Für Rea stand dennoch vor allem die Freude am Fahren im Vordergrund. «Gestern hatte ich ein Lächeln im Gesicht, einfach weil ich auf diesem Motorrad auf einer Strecke fahren konnte, die ich liebe», erklärte der sechsfache Superbike-Weltmeister. «Es war großartig, wieder mit der Crew zu arbeiten und dieses Gefühl zurückzubekommen – auch wenn wir erneut mit schlechtem Wetter zu kämpfen hatten.»
Die schwierigen Wetterbedingungen zogen sich bereits durch den gesamten Testwinter. Sowohl der Test in Jerez als auch der in Portimao vor dem Saisonstart fanden bei wechselhaften Bedingungen statt. «Tatsächlich war das Wetter während der gesamten Wintertest-Saison eine Herausforderung. Bisher haben wir insgesamt nur etwa 50 bis 60 Runden geschafft – das entspricht unter normalen Bedingungen nicht einmal einem vollen Testtag. Deshalb haben wir noch viel Arbeit vor uns», stellte Rea fest.
Trotz der begrenzten Fahrzeit baute der Nordire schnell ein Gefühl für die Honda auf. «Ich konnte ziemlich schnell verstehen, auf welchem Niveau sich die CBR bewegt. Sie ist bereits gut, aber es gibt klar einige Bereiche, in denen wir uns verbessern können», sagte Rea. Die gesammelten Daten sollen nun helfen, die Entwicklungsrichtung festzulegen. «Wir kommen Schritt für Schritt voran und geben den Ingenieuren in Japan sowie dem Team hier eine klarere Richtung, in die wir arbeiten müssen.»
Auch physisch fühlt sich der Routinier inzwischen deutlich besser als noch beim ersten Test in Jerez. «Körperlich ist mein Zustand viel besser als beim ersten Test in Jerez, als ich mein Knie nicht weit genug beugen konnte, um komfortabel zu fahren», erklärte Rea. Gerade in Portimao sei das ein wichtiger Faktor: « Portimao ist eine sehr körperlich anspruchsvolle Strecke. Insgesamt war es also ein guter Test, und ich fühle mich körperlich bereit, die Arbeit weiter voranzutreiben.»
Wer beim zweiten Lauf der Superbike-WM vom 27. bis 29. März in Portimao für das Honda-Werksteam antreten wird, will das Team in den kommenden Tagen bekanntgeben.
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