Dixon-Ersatz Yuki Kunii: Der Rookie kennt die SBK-WM besser als gedacht
Als Ersatz für den verletzten Jake Dixon verfügt Yuki Kunii zwar über keine direkte Erfahrung in der Superbike-WM, dafür aber mit der Honda CBR1000RR-R und auch über Streckenkenntnisse in Ungarn.
Schnelle Japaner sind in internationalen Top-Serien selten geworden, und auch Yuki Kunii hat sich in zwei Jahren Moto3 und einer weiteren Saison in der Moto2 nicht mit Ruhm bekleckert. In der kleinen GP-Klasse fuhr er 2020 und 2021 null und 15 Punkte ein; die mittlere Kategorie beendete Kunii 2025 ebenfalls mit null Punkten.
Interessant ist, was dazwischen und danach passierte: 2022 wechselte der erst 23-Jährige zurück in die japanische Meisterschaft und entwickelte sich dort zu einem Superbike-Piloten. 2024 triumphierte der Honda-Pilot in der nationalen Stock-1000-Serie und gewann zudem die Asian Road Racing Championship.
Yuki Kunii möchte das Beste aus seinem Einsatz als Dixon-Ersatz machen.
In diesem Jahr bestreitet Kunii mit dem Top-Team Harc-Pro die Superbike-Kategorie der japanischen Serie und holte bereits ein Podest und weitere Top-5-Platzierungen. «In der Moto2 konnte ich nicht die Ergebnisse erzielen, die ich mir gewünscht hatte. Deshalb bin ich nach Japan zurückgekehrt, um mit der CBR1000RR-R an der All Japan Road Racing Championship teilzunehmen. Ich habe bereits einen Podiumsplatz erreicht, was mir geholfen hat, mein Selbstvertrauen zurückzugewinnen», sagte Kunii. «Dann rief mich Mori-san [Anm. der Redaktion: Yuji Mori – Honda HRC Teammanager] wegen dieser Gelegenheit an. Ich freue mich sehr, denn solche Erfahrungen helfen mir, als Fahrer zu wachsen, und deshalb möchte ich das Beste daraus machen.»
Kunii scheint also nicht so schlecht vorbereitet zu sein, zumal er im vergangenen Jahr in der Moto2 den Balaton Circuit und auch die Reifen von Pirelli kennengelernt hat. Wunder sind vom Japaner freilich nicht zu erwarten. «Ich spüre keinen Druck», versicherte der Japaner. «Ich werde versuchen, das Motorrad so schnell wie möglich zu verstehen, da es sich natürlich deutlich von dem unterscheidet, das ich in Japan fahre, und dann möchte ich einfach das Wochenende genießen, Erfahrungen sammeln und auf der Strecke mein Bestes geben. Ich kenne die Rennstrecke von Balaton, da ich hier letztes Jahr gefahren bin, das wird mir helfen.»
Somkiat Chantra von den Rennärzten für renntauglich erklärt
In der Box trifft Kunii auf Somkiat Chantra, der sich für das Meeting in Ungarn gesund zurückmeldet. Man kennt sich. «Und das schon seit vielen Jahren. Wir haben uns 2016 in der Asia Talent Cup kennengelernt, als er die Meisterschaft gewann. Danach waren wir drei Jahre lang Teamkollegen in der spanischen Meisterschaft und später noch einmal zwei Jahre lang, ich in der Moto3 und er in der Moto2», zählte Kunii auf. «Es ist also schön für uns, hier wieder als Teamkollegen zusammen zu sein.»
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