Nach der hauchdünnen Niederlage am Samstag schlug Nicolo Bulega bei der Superbike-WM in Aragon im Superpole-Rennen und im zweiten Lauf zurück – und beendete damit die Siegesserie von Toprak Razgatlioglu.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Ducati-Pilot Nicolo Bulega wirkte nach dem perfekten Sonntag erleichtert. Mit dem hart erkämpften Sieg im Superpole-Rennen am Vormittag beendete er die Siegesserie von BMW-Speerspitze Toprak Razgatlioglu. Im zweiten Hauptrennen setzte sich Bulega mit einem taktisch cleveren Manöver deutlicher gegen den Weltmeister durch und triumphierte erneut. Hilfestellung erhielt Bulega auch von MotoGP-Pilot Francesco Bagnaia, der ihm aus Motegi wertvolle Tipps sendete.
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"Der Frust von gestern hat mich heute sehr stark motiviert", kommentierte Bulega beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Aragon. "Am Samstag war ich frustriert, weil mir klar war, dass ich schnell genug bin. Doch ich kämpfte mit einigen kleinen Problemen. Wir haben am Abend sehr intensiv gearbeitet und die Dinge optimiert, die mir am Samstag nicht gut gefallen haben."
Im entscheidenden Duell mit Razgatlioglu war vor allem die letzte Passage vor der Gegengeraden ausschlaggebend. "Ich verstand, dass er mich einfach nur blockieren will. Er wusste, dass ich ein bisschen schneller war. Er versuchte immer wieder, mich zu stören. Als mir das klar wurde, versuchte ich, mich vorne zu behaupten und die Linie in Kurve 15 enger zu fahren. Ich war in dieser Kurve schlecht. Vielleicht war er auch nur besonders gut."
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Eine unerwartete Hilfe bekam Bulega von einem prominenten Landsmann: MotoGP-Pilot Francesco "Pecco" Bagnaia. Der Italiener hatte in Japan ein Erfolgserlebnis gefeiert und fand dennoch Zeit für ein paar Tipps.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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"Er sendete mir eine Nachricht und gab mir einen Ratschlag, den ich im Rennen nutze. Es funktionierte, denn Toprak überholte mich nicht so oft in Kurve 15", schilderte Bulega und präzisierte: "Pecco meinte, ich muss die Bremse in Kurve 14 etwas lösen und eine weitere Linie fahren. Wir unterhielten uns ein bisschen, ich schilderte ihm meine Probleme in dieser Kurve. Er versuchte, mir zu helfen."
Dass Bulega die Siegesserie des Weltmeisters stoppte, stand für ihn selbst nicht im Vordergrund. "Mich freut weniger, die Siegesserie von Toprak beendet zu haben. Wichtiger ist mir, meine Serie von zweiten Plätzen beendet zu haben. Das war sehr wichtig. Bereits im Parc Ferme erklärte ich, dass ich diesen Sieg benötigt habe. Diese beiden Siege hier am Sonntag schenken mir Motivation für die ausstehenden zwei Rennwochenenden", erklärte der Italiener. Mit Blick auf die nächsten Stationen der Superbike-WM zeigte sich der Ducati-Pilot zuversichtlich. "Estoril mag ich, aber Jerez ist neben Phillip Island eine meiner Lieblingsstrecken. Doch ich war bereits in meiner Debütsaison sehr schnell in Estoril – ich gewann das Superpole-Rennen", erinnerte er sich an das spannende Sprintrennen vor einem Jahr.
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Mit der neuen Portion Selbstvertrauen reist Bulega nun zu den letzten beiden Saisonstationen – der Rückstand in der WM reduzierte sich am Sonntag von 44 auf 36 Punkte. In Estoril und Jerez werden insgesamt 124 Zähler vergeben. Noch ist die WM also offen.
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