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Paul Denning (Yamaha) staunt: «Ducati hat cleveren Weg gefunden»

Yamaha-Teammanager Paul Denning spricht über das Fuel-Flow-Limit in der Superbike-WM und lobt die Arbeit der Ducati-Ingenieure, die offensichtlich sehr gute Lösungen gefunden haben.

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Drehzahl-Limitierungen, unterschiedliche Hubraumformeln, Luftmengen-Begrenzer und Super-Concessions: In der Superbike-WM wurden über die Jahre verschiedene Werkzeuge eingesetzt, um die Leistungsunterschiede zwischen den Motorrädern auszugleichen. Aktuell gilt die Begrenzung des maximalen Kraftstoffflusses (Fuel-Flow-Limit) als wichtigstes Mittel, um besonders erfolgreiche Hersteller etwas einzubremsen. Doch wie groß ist die tatsächliche Wirkung?

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BMW und Ducati mussten in der vergangenen Saison schrittweise nachjustieren. Von ursprünglich 47,0 kg Kraftstoff pro Stunde blieb nach mehreren Anpassungen nur noch ein Limit von 45,5 kg/h. In die Saison 2026 starteten beide Hersteller schließlich mit 45,0 kg/h. Die Konkurrenz erhielt dagegen etwas mehr Spielraum: Kawasaki/Bimota dürfen 46,0 kg/h nutzen, Yamaha und Honda sogar 46,5 kg/h.

Ducati meisterte die Limitierung mit Bravour

Vor allem bei Ducati herrschte vor der Einführung der Regel Skepsis. Der V4-Motor der Panigale V4R dreht höher als die Aggregate der Konkurrenz. Entsprechend wurde erwartet, dass der Motor auch die höchsten Verbrauchsspitzen erreicht und durch die Limitierung einen Teil seines Charakters verliert.

Die Ergebnisse der Saison 2025 zeigten jedoch ein anderes Bild: Die Panigale V4R blieb bis zum Saisonende äußerst konkurrenzfähig. Einige Ducati-Piloten berichteten zwar von einer etwas raueren Kraftentfaltung, doch über mangelnde Spitzenleistung im Vergleich zur Konkurrenz klagte niemand.

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Bei Yamaha beobachtete man mit Interesse, wie gut Ducati mit dem neuen Limit zurechtkam. «Das Limit scheint eine gewisse Wirkung gehabt zu haben. Aber es ist ein schwieriges Thema, weil es viele clevere Ingenieure gibt, die ständig nach Möglichkeiten suchen, die Einschränkungen durch neue Regeln zu umgehen», erklärte Yamaha-Teammanager Paul Denning im Exklusiv-Interview mit SPEEDWEEK.com.

Gerade bei den Aruba-Bikes habe man kaum Leistungseinbußen gespürt. «Wir sehen zum Beispiel, dass insbesondere das Werksteam von Ducati im vergangenen Jahr in seiner Performance praktisch überhaupt nicht beeinträchtigt wurde. Deshalb vermute ich – es ist nur eine Vermutung –, dass sie einen cleveren Weg gefunden haben, die Regel zu umgehen», so Denning.

Fuel-Flow-Limit hat nur eine begrenzte Wirkung

Grundsätzlich hält der Yamaha-Manager das Fuel-Flow-Limit für ein sinnvolles Instrument zur Balance der Leistungsunterschiede. Eine vollständige Angleichung der Motorräder sei jedoch unrealistisch. «Ich denke, es hat bis zu einem gewissen Grad funktioniert. Gleichzeitig können wir als Yamaha nicht erwarten, dass solche Regeln die absolute Leistungsfähigkeit aller Motorräder komplett angleichen», betonte Denning.

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Letztlich müsse man die Struktur der Meisterschaft berücksichtigen. «Es ist eine Weltmeisterschaft für serienbasierte Motorräder. Die Philosophie, die Ingenieursarbeit und die Produktionsweise der Hersteller unterscheiden sich komplett voneinander. Deshalb wird es immer schwierig sein. Irgendeine Maschine wird immer einen Vorteil haben», erklärte der Yamaha-Verantwortliche.

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