Yamaha 2026: Motoxracing eine Herzensangelegenheit
Yamaha-Sportdirektor Niccolo Canepa will in der Superbike-WM-Saison 2026 mit dem Motoxracing-Team von Sandro Carusi weitermachen und nennt im Exklusiv-Interview einen sehr emotionalen Grund.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Seit 2023 ist das Motoxracing-Team in der Superbike-WM vertreten – bislang jedoch mit überschaubarem Erfolg. Ex-BSB-Champion Bradley Ray tat sich schwer und blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück, bevor er nach zwei durchwachsenen Jahren in die BSB zurückkehrte. Derzeit kämpfen Bahattin Sofuoglu sowie Ex-Ducati-Werkspilot und WM-Laufsieger Michael Rinaldi mit der leistungsschwachen R1. Dem Vernehmen nach denkt Teamchef Sandro Carusi darüber nach, das Projekt zum Saisonende einzustellen. Doch Yamaha hofft, dass sich Carusi zum Weitermachen entschließt.
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"Wir führen Gespräche mit dem Motoxracing-Team", erklärte Yamaha-Sportdirektor Niccolo Canepa im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com in Aragon. "Die Verbindung ist lang und eng – nicht nur im Rennsport, sondern auch im Vertrieb." Für Canepa ist das Motoxracing-Team eine Herzensangelegenheit: "Motoxracing war das Team, mit dem die R1 ihr erstes internationales Podium geholt hat. Ich fuhr damals das Motorrad und kann mich deshalb gut daran erinnern. Sie gehören also zur Geschichte dieses Motorrads. Das hat sowohl für Yamaha als auch für das Team einen gewissen Wert. Das Ziel ist, weiterzumachen."
Laut Canepa hat das Team gute Voraussetzungen, um sich zukünftig stärker in Szene zu setzen. "Sie haben mit Bahattin Sofuoglu einen starken Fahrer im Team", lobt der Yamaha-Manager, zeigt aber auch Verständnis: "Natürlich ist es heute schwer, ein Budget für die Superbike-WM aufzubringen. Das Niveau ist im Moment sehr hoch."
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"Aber wir hoffen sehr, dass Motoxracing weitermacht, denn sie haben sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Das Paket ist konkurrenzfähiger geworden, die Professionalität in der Box ist inzwischen auf dem Niveau der Topteams. Es wäre schade, diesen Aufwärtstrend jetzt zu stoppen", bemerkte Canepa.
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Ein Blick in die Topspeed-Wertung offenbart aber, dass die R1 des privaten Yamaha-Teams technisch zurückliegt. Laut Canepa sind die Unterschiede zur Werksmaschine aber "nicht so groß, wie man denkt".
"Klar, bei den neuesten Updates hinken sie manchmal etwas hinterher, aber im Großen und Ganzen ist das Paket stark. Das Team hat enorme Fortschritte gemacht", erkennt Canepa positive Entwicklungen und nimmt dem Team den Druck, sich zeitnah entscheiden zu müssen. "Nein, keinen festen Termin. Wie immer versuchen Teams, das Budget und Sponsoren rechtzeitig zusammenzubringen. Die Bikes und Fahrer sind da – sobald die Finanzierung steht, kann es weitergehen", so der Yamaha-Sportdirektor.
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