Christian Klien über Max Verstappen: «Das macht ihm keinen Spaß mehr»
Der ehemalige Formel 1-Pilot und GP-Experte Christian Klien sprach bei „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ über die Lage von Max Verstappen und Red Bull Racing.
Der Grand Prix der Formel 1 in China wurde am Montag im Hangar-7 am Salzburger Flughafen analysiert. Zum Rennverlauf generell stellte ServusTV-GP-Experte Christian Klien fest: „Das Racing am Anfang ist gut. Das Energie-Management und der Jojo-Effekt macht es schon spannend. Dann geht es aber doch auseinander, was aber auch normal ist bei so einem großen Wechsel im Reglement. Ich denke, man muss dem ganzen Thema noch etwas Zeit geben.“
Zu Max Verstappen sagt Klien: „Grundsätzlich ist dem Max am Start die Drehzahl in den Keller gefallen. Das ist ein grundsätzliches Problem. Es ist so viel neue Technik in diesen Autos. Es war kein Bedienungsfehler. Bei den neuen Autos ist es so: wenn da was ist, dann sind dir die Hände gebunden. Das ist auch Liam Lawson passiert, wo es fast einen Auffahrunfall gegeben hat. Das ist schon ein wenig gefährlich.“
Der Vorarlberger weiß nur zu gut, dass die Erwartungen bei Red Bull andere sind: „Bei Red Bull will man natürlich mehr – man will vorne mitfahren. Jetzt hinkt man schon relativ weit hinterher. Aber Red Bull hat erstmals einen eigenen Motor gebaut, das ist positiv. Jetzt schon so einen Motor zu haben, ist positiv. Es hakt auch nicht am Motor. Es liegt mehr am Auto – sie haben sehr mit Graining gekämpft. Das sind Sachen, wo ich überzeugt bin, dass sie das relativ schnell in den Griff bekommen werden.“
Verstappen zeigte sich in China frustriert. Will der Niederländer in dieser neuen Formel 1 überhaupt noch fahren oder denkt er an etwas anderes? Klien: „Ich glaube das eher nicht. Das ihm die neuen Autos und das Reglement aber keinen Spaß macht, das glaub ich schon. Wenn ich mir das Onboard-Bild bei den Rennen so anschaue, dann ist es nicht mehr das Rennfahren auf der Rasierklinge. Und der Max sagt einfach, wie es ist – er kann sich das leisten! Vielleicht ist es man einen Schritt zu weit gegangen. Auf der anderen Seite: Der Zuschauer schaut es an und es ist doch ganz unterhaltsam.“
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