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Philipp Öttl chancenlos: Nachteile und Kompromisse

Die neue WM-Strecke Circuito de Navarra ist nichts für die Kawasaki ZX-6R. Was Philipp Öttl schon nach den Trainings klar war, wurde im ersten Supersport-Rennen am Samstag bestätigt: Nur Platz 7 für den Bayer.

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Die Kawasaki ist in schnellen Kurven gut, auch auf der Bremse ist sie stark: Beides kann sie auf der nur knapp 4 Kilometer langen Strecke in Navarra nicht ausspielen. Hinzu kommt, dass Hitze der ZX-6R nicht zusagt.

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Nicht überraschend erlebt Philipp Öttl als souveräne Nummer 1 der Grünen in Nordspanien eines seiner schwierigsten Wochenenden; im Gegensatz zu den anderen Spitzenfahrern durfte er in Navarra vorab auch nicht testen. Dieses Jahr tat sich der 25-Jährige bislang in Misano am schwersten, dort wurde Philipp Mitte Juni zweimal Sechster.

Im ersten Rennen in Navarra verlor der Bayer als Siebter 18,2 sec auf Sieger Domi Aegerter (Ten Kate Yamaha). Die ersten sechs Plätze wurden von Yamaha-Piloten eingenommen, ähnlich ging es auch in allen Trainings und im Qualifying zu.

"Es lief, wie ich es erwartet habe", hielt Öttl beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in der Box seines Teams Puccetti Kawasaki fest. "Ich fühle mich einfach nicht wohl auf dem Motorrad. Es wurde zwar während des Rennens besser, aber unser Problem ist, dass wir einen relativ langen ersten Gang haben. Ändern dürfen wir den laut Reglement nicht. Gesamt kürzer übersetzen geht auch nicht, sonst stehen wir an. Wir reden also von einem permanenten Kompromiss, das Motorrad schiebt in die Kurven hinein. Uns geht es hier wie in Misano: Dort haben wir vier Erste-Gang-Kurven, hier sind es sieben. Ich komme nicht einmal in Schlagdistanz zu den anderen und kann die Stärken unseres Motorrads nicht ausspielen. Ich kann nur Schadensbegrenzung betreiben, wie es Jonathan Rea macht. Nur steht er dabei auf dem Podest."

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Öttls bislang härtester Widersacher im Kampf um den dritten WM-Rang, der 19-jährige Manuel Gonzalez, stürzte im Rennen und kugelte sich die rechte Schulter aus. Der Spanier wurde für das zweite Rennen am Sonntag (Start 12.30 Uhr) unfit erklärt, sein Rückstand auf den Deutschen beträgt jetzt 26 Punkte.

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