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Valentin Debise (34) überzeugt: ZX Moto von der FIM zu stark eingebremst

Als jüngstes Supersport-Motorrad wurde die ZX Moto kurz vor auf Phillip Island homologiert. In diesem Zuge wurde dem chinesischen Hersteller mitgeteilt, um wie viel 820RR gedrosselt werden muss.

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Bevor ein Hersteller ein neues Motorrad in der seriennahen Weltmeisterschaft einsetzen darf, muss ein komplexer und langwieriger Homologationsprozess eingehalten werden. So kurzfristig, wie das Projekt von ZX Moto und Evan Bros Racing gestartet wurde, kann man davon ausgehen, dass alle Beteiligten mit Nachdruck gearbeitet haben.

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Ein wichtiger Punkt vor dem ersten Renneinsatz in der Supersport-Kategorie ist der Prüfstandslauf, der im Beisein der FIM durchgeführt wird. Anschließend wird errechnet, mit wie viel Drosselklappenöffnung ein Motorrad eingesetzt werden darf.

ZX Moto: Mit 100 Prozent getestet, mit 85 Prozent im Rennen

Bitter für Neueinsteiger ZX Moto: Eigene Berechnungen ergaben eine Öffnung von 100 Prozent, aber erst beim Saisonauftakt in Australien wurde dem Team mitgeteilt, dass es lediglich 85 Prozent sein dürfen. Zu spät, um darauf reagieren zu können.

«Das Team wusste die Leistungs-, Drehmoment- und andere Werte, um ohne Drosselung im Reglement zu bleiben. Bei 100 Prozent Öffnung lagen wir innerhalb des Reglements, eher im unteren als im oberen Bereich. Also gingen wir davon aus, dass die FIM uns normalerweise mit 100 Prozent Drosselklappenöffnung homologieren müsste», erzählte ZX Moto-Pilot Valentin Debise bei Paddock-GP. «Wir sind alle Tests so gefahren, denn selbst auf der Rennstrecke sahen wir, dass es im Vergleich zur R6 oder R9 gar nicht so schlecht lief: Wir bewegten uns im Rahmen, weder zu hoch noch zu niedrig. Umso überraschter waren wir, als wir in Australien erfuhren, dass wir auf 85 Prozent beschränkt wurden. Das hat uns ziemlich überrascht.»

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Dennoch fuhr der Franzose in der Superpole überraschend den dritten Startplatz ein! Im trockenen ersten Lauf stürzte der 34-Jährige in aussichtsreicher Position – er wollte mehr Performance aus dem Motorrad herausholen, als es zu diesem Zeitpunkt leisten konnte.

«Wir konnten die Ergebnisse in Australien mit denen der anderen Motorräder vergleichen, aber auf den Geraden waren wir natürlich sehr langsam, weil das Motorrad für seine Möglichkeiten zu stark gedrosselt ist», meinte Debise. «Da es sich um ein Next-Generation-Bike, eine 820er, handelt, müssen wir mit einem Motor fahren, der dem Originalmotor entspricht. Momentan fahren wir also mit einem Serienmotor, und wir haben auch keine Kit-Teile homologiert. Das Team hat die Standarddinge erledigt, mehr nicht. Sie haben lediglich die Nockenwellen und die Steuerzeiten eingestellt, mehr nicht.»

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