Eine staubige Angelegenheit

Von Stefanie Szlapka
Dirk von Zitzewitz

Dirk von Zitzewitz

Warum waren auf der 7. Etappe die hinteren Starter so schnell? - Dirk von Zitzewitz berichtet von den eigenen Erfahrungen.

Die heutige Etappe war von der Navigation her, recht interessant. Das Roadbook war nicht so 100%ig präzise und so haben sich die ersten Autos verfahren, da sie den Motorradspuren gefolgt sind. Sie haben es dann irgendwann gemerkt und sind wieder einige Kilometer zurück zum nächsten Punkt. Diesen Fehler haben aber nur die ersten Autos gemacht.

Diejenigen, die von Platz acht, neun gestartet sind, haben von den Fehlern profitiert. Sie haben den Staub gesehen, der über Kilometer zu erkennen war und konnten so abkürzen. So waren sie von Anfang an auf dem richten Weg. Deswegen hatten auch Giniel und ich keine Probleme. Bei uns hat alles gepasst, da wir auch die Spur von unseren Vorderleuten hatten. In sofern hatten die ersten Auto heute fast keine Chance.

Wir wurde hete aus einem anderen grund eingebremst. Wir kamen kurz nach dem Überschlag von unserem Teamkollegen Mauricio Neves am Unfallort an und haben dort auf den Hubschrauber gewartet. Die verlorene Zeit haben wir von der Organisation zwar wieder zurückbekommen, doch wir mussten wieder zahlreiche Trucks überholen.

Aber es ist keine Überraschung, dass Stéphane Peterhansel, der von Platz 14 gestartet ist, heute der schnellste war. Zumal sein Beifahrer Jean-Paul Cottret und er sehr gut navigieren. Heute war auch Novitskiy gut dabei – das liegt zum einen an seinem guten Co-Piloten Andi Schulz und zum anderen am dem Staub. So hat der heute bei der Navigation geholfen, beim Tempo allerdings nicht. Besonders bei den hinteren Startern.

An der Spitze wundert mich, dass Al-Attiyah als letzter der drei Volkswagen ins Ziel gekommen ist. Er hatte heute die beste Ausgangslage, da er auch als dritter Volkswagen gestartet war. Er hätte also einfacher von den Fehlern der anderen profitieren können. Da muss ihm selbst noch ein heftiger Fehler unterlaufen sein.

Die siebte Etappe wird hart – sie ist von der Durchschnittsgeschwindigkeit her sehr niedrig ist, aber von den Kilometern sehr lang. Das heisst, es sind jetzt knappe 500km Speziale, da sie die Strecke wieder etwas gekürzt haben. Wir werden rund sieben Stunden Fahrzeit haben, also ein langer Tag. Es wird hart werden für die Autos und für die Fahrer.

Es würde mich aber nicht wundern, wenn der Veranstalter noch mal irgendetwas kürzt. Die erste Änderung wurde offiziell damit begründet, dass es irgendwelche gebiete gibt, durch die man nicht durchfahren darf. Aber wir glauben, dass sie gemerkt haben, dass es zu hart sein könnte. Wird vielleicht die härteste Etappe der Rallye – wer weiss?!
 

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