Pechvogel Daniel Schröder: Nach spektakulärem Unfall im Prolog das Aus
Der Thedinghausener Daniel Schröder ist bei seiner achten Dakar-Teilnahme gleich nach Beginn der legendären Wüstenrallye nach einem wilden Zwischenfall nicht mehr dabei.
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Den schweren Unfall überstand Schröder zusammen mit seinem südafrikanischen Co-Piloten Henry Khöne glücklicherweise unverletzt.
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Sein WCT-Amarok, ein südafrikanischer T1+Ultimate-Prototyp mit VW-Genen war verunfallt, als Schröder bei hoher Geschwindigkeit eine im Wüstenterrain kaum sichtbare mit Beton gefüllte Metalltonne überfuhr. Das Auto mit der Startnummer 229 schaukelte sich auf und überschlug sich mehrmals nach dem es noch großen Steinhaufen getroffen hatte. «Nach den Überschlägen haben wir dann ausgerechnet den einzigen Baum im weiten Umkreis getroffen. Das ist alles nur super deprimierend», seufzte der 36-Jährige. Zudem war der Prolog noch ohne Wertung auf Zeit gefahren worden und diente lediglich nur für die Ermittlung der Startposition für die erste Dakar-Etappe. Obwohl der 350-PS-Bolide auf dem Dach liegend zum Stillstand gekommen war, schien ob der Robustheit des Gefährts der Schaden gar nicht so groß gewesen sein.
Allerdings: Nachdem die FIA den Rennwagen genauer untersucht hatte, wurde eine Weiterfahrt durch die Technischen Kommissare verweigert. Der Wagen war am Rahmen beschädigt worden und damit nicht mehr für die weitere Teilnahme zulässig. Schon im Vorjahr hatten die prominenten Starter Carlos Sainz und Sebastien Loeb vorzeitig aufgeben müssen, obwohl scheinbar nach spektakulären Überschlägen, vermeintlich eine weitere Teilnahme möglich gewesen wäre. Allerdings hatten die Überrollkäfige leichte Beschädigungen davon getragen, die die FIA nicht akzeptieren wollte - das vorzeitige Aus der beiden großen europäischen Stars. Über diese Entscheidung ärgerte sich damals Loeb massiv.
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Schröder war als 18. in den Aufgalopp gestartet. Nach dem wilden Zwischenfall, noch voller Adrenalin, verfluchte sich Schröder noch kopfüber im Auto hängend sich selbst. Nachdem er aus dem Gefährt herausgekrabbelt war, zeigte er der Enttäuschung weiter große Emotionen und verfluchte sich lange Augenblicke selbst und meinte unter anderem total angefressen und wütend über sich selbst: «Ich bin hier der dümmste Mann der Welt». In der großen Frustration des Augenblicks trat er zudem auch mit großer Vehemenz gegen ein Rad des umgekippten Fahrzeugs. Die Szenen vor, während und nach dem großen Abflug mit dem Unglücksraben wurden inner- und außerhalb des Autos filmisch dokumentiert. In den sozialen Netzwerken werden die Aufnahmen mittlerweile in hohen Zahlen angeklickt und angeschaut.
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Schröder ist ein richtiger Vollblutracer, was er schon bei den in Südamerika ausgetragenen Dakar-Rennen auf dem Enduro-Motorrad in 2011 und 2012 mit Zielankünften bewies. Sein Vater Jürgen ist bei der Dakar - zum zehnten Mal - gleichfalls dabei, für den er 2015, 2016 und 2019 in den Beifahrersitz schlüpfte. Hinter das Lenkrad einen Wüstenrenners klemmte er sich erstmals in 2022, als er für seinen an der Schulter verletzten Papa das Steuerrad übernahm. Mit Platz 36 im Gesamtklassement in einem Nissan Navara VK5 verlief die Teilnahme respektabel.
Die vom Rennbazillus ziemlich infizierte Vater-Sohn-Paarung betreibt in Thedinghausen, im Weserland unweit von Bremen gelegenen, mit einem weiteren Sohn, das eigene große Metallbauunternehmen PS Laser.
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