Meistertreffen bei der ADAC 3-Städte-Rallye

Von Toni Hoffmann
DRM
Starke Konkurrenten für Vorjahressieger Ruben Zeltner (Porsche) Weltpremiere: Hermann Gassner jr. pilotiert Toyota GT86 erstmals im Wettbewerb Volles Starterfeld und anspruchsvolle Prüfungen.

Zum Rallye-Showdown treten ADAC Rallye Masters und Deutsche Rallye-Meisterschaft (DRM) am 23. und 24. Oktober in Ostbayern an. Auch wenn die Champions in beiden Serien feststehen, geht es bei der ADAC 3-Städte-Rallye sportlich zur Sache. Im Bäderdreieck rund um das Rallyezentrum im Haslinger Hof in Kirchham bei Bad Füssing ist ein stark besetztes Startfeld mit über 120 Teilnehmern aus 16 Nationen unterwegs. Der frisch gekürte DRM-Champion Ruben Zeltner (Lichtenstein) tritt im Porsche 911 GT3 an, um seinen Vorjahressieg zu wiederholen. Zu seinen schärfsten Konkurrenten zählt Skoda-Youngster Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach), für den es im Fabia R5 darum geht, mit dem fünften Gesamtsieg der Saison die Vize-Meisterschaft zu sichern.  

Auch die Porsche-Piloten Niki Schelle (Böbing) und Rainer Noller (Abstatt) gehören zu den zahlreichen Piloten mit Ambitionen auf Podiumsplätze. Im ADAC Rallye Masters geht es vor allem um die Platzierungen in den einzelnen Divisionen, von denen in einigen noch das Titelrennen offen ist. Das Geschehen beim Saisonfinale von DRM und ADAC Rallye Masters ist im Internet live zu verfolgen.  

Insgesamt zehn Wertungsprüfungen (WPs) mit einer Gesamtlänge von 121,77 km sind bei der «3 Städte» zu absolvieren. Den Auftakt gibt es am Freitag ab 17.00 Uhr, wenn die WP bei Bad Griesbach zwei Mal auf dem Programm steht. Nach der Übernachtungspause beginnt die Samstagsetappe mit einem sportlichen Höhepunkt: Die WP «St. Salvator» führt in diesem Jahr über 28 Kilometer und ist somit eine der größten Herausforderungen im deutschen Rallye-Kalender.  

Die Meisterschaft ist entschieden, «doch hier zu starten ist für uns Ehrensache», sagt Ruben Zeltner, der den DRM-Titel in diesem Jahr gemeinsam mit Ehefrau und Co-Pilotin Petra verteidigte. «Nachdem der Druck jetzt weg ist, wollen wir die Rallye genießen.» Zur ADAC 3-Städte-Rallye gehört nicht nur für Zeltner auch die Siegerparty zum Saisonschluss im Haslinger Hof. Zum Kampf um den Sieg im Bäderdreieck prognostiziert der Vorjahressieger: «Fabian Kreim ist definitiv der große Favorit. Es hat sich gezeigt, dass die Kombination von Kreim und Fabia R5 derzeit in Deutschland nicht zu schlagen ist. Wir wollen aber auf jeden Fall schnellstes Porsche-Team sein. Mit Rainer Noller und Niki Schelle haben wir ja diesmal ordentliche Markenkonkurrenten.»  

Kreim, Förderpilot der ADAC Stiftung Sport, relativiert allerdings und sagt: «Wir wollen wieder unseren Speed zeigen. Die Konkurrenz wird etwas härter sein, aber trotzdem wollen wir wieder vorne mitfahren.» Für den Youngster hat die «3 Städte» eine ganz besondere Bedeutung in seiner noch jungen Rallye-Laufbahn. «Vor zwei Jahren hat hier alles mit der Aufnahme in das ADAC Opel Rallye Junior Team begonnen. Ohne diese Chance wäre ich heute nicht da, wo ich bin und könnte nicht im Skoda Fabia R5 um DRM-Siege fahren.»    

Die Gassner-Rallye

Im ADAC Rallye Masters sind die ersten drei Ränge bereits an Hermann Gassner (Surheim, Mitsubishi Lancer), Carsten Mohe (Crottendorf, Renault Clio R3T) und ADAC Mittelrhein-Youngster Johannes Dambach (Altlay, Suzuki Swift) vergeben. Dennoch ist auch hier für Spannung gesorgt, denn der Kampf um die weiteren Platzierungen und die Siege in den Divisionen wird erst beim Finale entschieden. Der frisch gebackene Champion Hermann Gassner hat dabei eine ganz besondere Beziehung zum Rallye-Klassiker in Ostbayern. Für ihn ist es der 36. Start in Folge. Der vierfache deutsche Rallye-Meister, sechsfache Mitropa-Cup-Sieger und inzwischen dreifache ADAC Rallye Masters-Sieger erklärt: «Hier habe ich im Jahr 1995 meinen ersten DRM-Titel geholt, und ich bin schon ein wenig stolz, so lange ununterbrochen dabei zu sein.»  

Für seinen Sohn Hermann Gassner Junior (Surheim) ist die diesjährige ADAC 3-Städte-Rallye eine Weltpremiere. Nach der Sportzulassung durch den Automobilweltverband FIA wird er erstmals einen Toyota GT86 im Wettbewerb pilotieren. Im kommenden Jahr wird der Hecktriebler das ADAC Rallye Masters permanent bereichern und auch in einem Toyota-eigenen Markenpokal gewertet. 

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