KTM-Tech3-Pilot Enea Bastianini betont: «Bin kein pessimistischer Typ!»
MotoGP-Ass Enea Bastianini (KTM) glaubt nach dem Buriram-Test nicht daran, dass er beim Thailand-GP vorne mitkämpfen kann. Wo er seine Probleme hat und was ihn dennoch optimistisch stimmt.
Beim Sepang-Test war KTM-Tech3-Pilot Enea Bastianini recht happy mit seiner Performance. Er fühlte sich gut in Malaysia und war sowohl bei der Zeitenjagd als auch was die Renn-Pace anbelangt, schnell und gut dabei. In der kombinierten Zeitenliste über drei Tage belegte Bastianini Rang 11. Etwas anders war die Situation beim Buriram-Test. Diesen beendete der Italiener auf Rang 18, mit 1,060 sec Rückstand auf die Bestzeit von Marco Bezzecchi (Aprilia). Damit war Bastianini auch der langsamste KTM-Pilot.
«In Malaysia war es besser als hier. Wie schon letztes Jahr, war es auch dieses Mal etwas kompliziert», musste Bastianini zugeben. «Wir haben am Sonntag viele Veränderungen beim Motorrad vorgenommen und versucht, etwas zu finden. Das hat aber alles nichts gebracht. Ich bin dann wieder auf mein Basis-Setup gewechselt. Am Ende habe ich dann noch einmal das neue Chassis ausprobiert und es funktionierte nicht so schlecht. Ich war dann etwas schneller, bin aber nur sechs Runden mit dieser Konfiguration gefahren. Ich bin positiv gestimmt, was das Rennwochenende angeht, ich denke aber, dass wir nicht in den Top-5 kämpfen können. Ich habe mir die Pace der anderen angesehen, wir sind zu weit weg.»
Was dieses Jahr anders ist: Die KTM-Piloten sind viel mehr in eine Richtung unterwegs als 2025, als jeder bei seinem Bike und Setup mehr oder weniger seinen eigenen Weg gegangen ist. «Es stimmt, dass die Bike-Konfigurationen einander jetzt viel mehr ähneln. Im Moment ist es am ehesten noch Maverick, der einen etwas anderen Weg verfolgt, das kann sich aber auch noch ändern.»
Wo Bastianini in Buriram strauchelt
In welchen Bereichen verliert der Bastianini auf dem Chang International Circuit im Vergleich zu seinen Konkurrenten Zeit? «Die kritischen Abschnitte für mich sind Kurve 4 und auch der letzte Sektor mit den Kurven 10 und 11», zählte er auf. «Die Probleme sind aber jeweils unterschiedlich. In Kurve 4 muss ich sehr viel nachdenken beim Hineinfahren – manchmal komme ich dort von der Linie ab oder das Hinterrad schiebt über das Vorderrad. Am Ende verliere ich aber nicht viel. Mein Hauptproblem ist die Stabilität, das Bike ist sehr nervös. Im Rennen ist es schwer, 100 Prozent zu pushen, wenn sich das Motorrad so verhält – das ist sehr anstrengend.»
Am kommenden Wochenende kann «La Bestia» seine Eindrücke in den Rennen bestätigen oder widerlegen – falls er mit seiner KTM-Crew bis dahin noch einen Fortschritt erzielen kann. Wie gut vorbereitet fühlt er sich, wenn er es mit letztem Jahr vergleicht, als er frisch zu KTM gekommen ist? «In Malaysia war ich sehr positiv eingestellt. Ich bin dort sehr gut gefahren und meine Pace war gut. Hier (in Buriram) habe ich dieses Gefühl nicht. Auf dieser Strecke fehlt uns einfach noch etwas – so wie auch schon letztes Jahr. Aber der letzte Run beim Test war besser, weshalb ich recht zuversichtlich bin, dass ich am Rennwochenende einen kleinen Fortschritt erzielen kann. Ich denke immer positiv und bin kein pessimistischer Typ», lächelte der 28-Jährige.
Ergebnisse MotoGP Buriram-Test (kombiniert):
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
1:28,668 min
2.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,097 sec
3.
Marc Marquez (E)
Ducati
0,168
4.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
0,215
5.
Alex Marquez (E)
Ducati
0,293
6.
Pedro Acosta (E)
KTM
0,353
7.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
0,403
8.
Jorge Martin (E)
Aprilia
0,499
9.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
0,505
10.
Joan Mir (E)
Honda
0,628
11.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
0,634
12.
Brad Binder (ZA)
KTM
0,724
13.
Luca Marini (I)
Honda
0,783
14.
Johann Zarco (F)
Honda
0,799
15.
Maverick Vinales (E)
KTM
0,872
16.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
1,004
17.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
1,033
18.
Enea Bastianini (I)
KTM
1,060
19.
Diogo Moreira (BR)
Honda
1,252
20.
Alex Rins (E)
Yamaha
1,434
21.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
2,104
22.
Michele Pirro (I)
Ducati
3,109
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