Abenteuer Moskau: Auch Youtube hilft nicht

Von Andreas Reiners
DTM
Neuland: Der Moscow Raceway

Neuland: Der Moscow Raceway

Für die DTM-Piloten ist die Strecke in Moskau absolutes Neuland. Beim Roll-out am Freitagabend gab es für die Fahrer das erste Kennenlernen.

Youtube ist in der modernen Medienwelt nicht mehr wegzudenken. Auch als Rennfahrer kann der Video-Channel eine große Hilfe sein. Vor allem, wenn ein DTM-Pilot eine brandneue Strecke nicht kennt. So ergeht es allen Piloten vor der Premiere in Russland auf dem Moscow Raceway. Die große Unbekannte, ein Abenteuer oder eine Herausforderung: Das war die Meinung der DTM-Piloten vor der Abreise nach Russland.

Das erste Problem: Vor der DTM waren noch nicht wirklich viele Serien auf dem 2012 eröffneten Kurs zu Gast, unter anderem die WTCC. Die Lösung: Bei den Piloten dieser Serien nachfragen und sich nach den Eigenschaften und Besonderheiten der Strecke erkundigen. «Ich habe mit einigen Freunden aus den World Series by Renault gesprochen, um einige Tipps und Ratschläge zu erhalten», sagte Mercedes-Pilot Robert Wickens.

Streckenvariante wurde noch nicht gefahren

 

Doch das zweite und größte Problem: Die kurze Streckenvariante über 2,555 Kilometer ist vor der DTM noch niemand gefahren. Wickens hat die Suche bei Youtube dann auch nach zehn Minuten eingestellt und den Kurs anhand von Videospielen erprobt. Am Freitag konnten die Fahrer den Kurs bei der Streckenbegehung und dem Roll-out aber erstmals komplett erobern.

«Nach der Besichtigung der Strecke zu Fuß bin ich positiv überrascht. Die Anlage ist fantastisch, die Strecke scheint sehr flüssig zu sein», erklärte Wickens. Für Audi-Pilot Filipe Albuquerque ist vor allem die grundlegende Fahrweise der DTM-Piloten ein wichtiger Punkt. «Die Strecke ist doch sehr eng, sieht aber sehr schön und flüssig aus. Man ist wirklich versucht, jeden Zentimeter der Strecke auszunützen, was etwas Adrenalin gibt. Ich habe einige Tipps von meinem portugiesischen Landsmann Antonio Felix da Costa erhalten, der hier mit der Renault World Series gefahren ist», so der Portugiese.

Auch Andy Priaulx war beeindruckt. Der Brite in Diensten von BMW besuchte Russland bereits vergangene Woche beim Moscow City Race und machte sich einen ersten Eindruck von Land und Leuten sowie deren Begeisterung. «Der Motorsport ist relativ neu in Russland, und der Enthusiasmus ist sehr groß», erklärte Priaulx.

Kurve 6 ist tückisch

 

Und auch Priaulx hatte sich im Vorfeld des Rennens auf Youtube umgesehen. «Ich habe einige Aufnahmen gefunden und ich bin auch einige Runden im Simulator gefahren. » Sein Rundgang brachte dann weitere wichtige Erkenntnisse. «Der Kurs ist offener als ich dachte. Die Strecke ist nicht sehr langsam und technisch sehr herausfordernd», sagte Priaulx und hat auch schon einen heiklen Punkt ausgemacht.

«Vor allem Kurve 6 wird interessant, da es keine Randsteine gibt und sie nie vorher befahren wurde.» In der Tat zeigte sich bereits beim Roll-out am Abend, wie tückisch die Kurve ist. BMW-Kollege Augusto Farfus erwischte es wenige Minuten vor Ende der 15-minütigen Session, als er abflog und im Kiesbett landete. Der Brasilianer konnte allerdings weiterfahren. Die anderen Piloten hatten bei ihrer ersten Fahrt keine Probleme. Wer sich wie gut an die Strecke gewöhnen konnte, zeigt sich dann allerdings wie immer erst am Sonntag im Rennen.

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