DTM Hockenheim, Qualifying: Desaster für Mercedes

Von Andreas Reiners
DTM
Mercedes fährt in Hockenheim hinterher

Mercedes fährt in Hockenheim hinterher

Die Pole beim ersten Rennen in Hockenheim holte sich überraschend Adrien Tambay. Unter den letzten neun Startplätzen sind alle sieben Mercedes.

Überraschung beim Qualifying in Hockenheim: Weder Mike Rockenfeller, noch Bruno Spengler oder Timo Scheider stehen beim DTM-Auftaktrennen auf der Pole Position. Audi-Pilot Adrien Tambay fuhr am Samstagnachmittag in 1:32,272 Minuten die Bestzeit und holte so die erste Pole seiner Karriere. Dahinter reihten sich in Marco Wittmann und Rookie Antonio Felix da Costa zwei BMW-Überraschungen ein.

Spengler landete auf dem vierten Platz, einen Rang vor Mattias Ekström im Audi. Miguel Molina, Edoardo Mortara (beide Audi) und Martin Tomczyk (BMW) komplettierten die Top acht. Champion Mike Rockenfeller wurde lediglich Elfter.

Desaster für Mercedes

Mercedes hatte sich so viel vorgenommen: Nach einer enttäuschenden Saison 2013 wurde in den Kader investiert, auf sieben Fahrer aufgestockt und in Paul di Resta der Champion von 2010 zurückgeholt. Doch im ersten Qualifying der neuen Saison lief es desaströs. Fünf Autos schieden bereits im ersten Quali-Abschnitt aus, Gary Paffett als 15. und Pascal Wehrlein als 16. dann in Q2. Unter den letzten neun Startplätzen sind somit alle sieben Mercedes.

In Q2 beendete auch Titelverteidiger Mike Rockenfeller seinen Arbeitstag vorzeitig. Der Audi-Pilot startet am Sonntag als Elfter, einen Platz hinter dem zweimaligen Champion und Phoenix-Teamkollegen Timo Scheider. Timo Glock verpasste im BMW als Neunter Q3 nur knapp. Vizemeister Augusto Farfus landete hinter Rockenfeller auf Platz zwölf.

Rockenfeller «zu langsam»

«Ich war ein bisschen zu langsam. Ich habe mir viel mehr erhofft. Schauen wir mal, ob wir morgen da durchkommen. Das Setup hat sich ganz gut angefühlt, deswegen bin ich ganz optimistisch für das Rennen», sagte Rockenfeller.

Das Mercedes-Unheil nahm bereits im ersten Abschnitt seinen Lauf. Fünf Fahrer scheiden nach dem neuen Modus aus, fünf von insgesamt sieben Stuttgarter Autos traf es. Rückkehrer di Resta schied als 19. ebenso aus wie Daniel Juncadella, Robert Wickens, Christian Vietoris und Neuling Vitaly Petrov. «Wir haben ein paar Probleme im Moment. Ich hoffe, dass wir im Rennen besser sind», sagte di Resta.

«Es war nicht so schlecht»

«Es war nicht so schlecht. Ich mache mir keine Sorgen wegen des letzten Platzes. Wir haben uns eigentlich gut verbessert mit dem Auto. Wir wissen was wir machen und wo wir uns verbessern müssen», sagte Petrov.

«Ich denke, dass das Ganze über die Renndistanz besser aussehen wird. Fünf Fahrzeuge auf den letzten fünf Plätzen will aber natürlich kein Mensch», sagte der frühere Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der in dieser Saison als ARD-Experte tätig ist.
Das erste Rennen der neuen DTM-Saison startet am Sonntag um 13.30 Uhr, die ARD ist ab 13.15 Uhr live dabei.

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