DTM skurril: Streit um Zugeständnisse für BMW

Von Andreas Reiners
DTM
Diskussionen um die BMW-Zugeständnisse

Diskussionen um die BMW-Zugeständnisse

Skurrile Entwicklung in der «Lex BMW»: Die drei Hersteller haben einen offiziellen Antrag gestellt, die Zugeständnisse für die Münchner teilweise wieder zurückzunehmen. Allerdings ohne Erfolg.

Vor der Saison hatten die Zugeständnisse in Form eines um 7,5 Kilogramm leichteren Autos und eines um 50 Millimeter breiteren Heckflügels für kontroverse Diskussionen gesorgt. BMW wurden diese Zugeständnisse aufgrund eines «konstruktionsbedingten Rückstandes» gemacht.

Dieser Rückstand kann aufgrund der Homologation nicht durch eine technische Weiterentwicklung wettgemacht werden. Deshalb die Entscheidung, die vor allem für die Ausgeglichenheit des Wettbewerbs und die Spannung in der DTM getroffen wurde.

Kurz vor der Halbzeit der Saison in Zandvoort sollte jetzt offenbar die Rolle rückwärts erfolgen. Denn alle drei (!) Hersteller haben bei der Sportbehörde einen Antrag gestellt, einen Teil der Zugeständnisse wieder rückgängig zu machen. Überraschend, dass auch BMW dazugehört, immerhin führen die Münchner zwei der drei DTM-Wertungen an.

Kein Problem also? In der DTM schon, denn der DMSB sieht keinerlei Veranlassung dazu, etwas zu ändern. «Nach sorgfältiger Analyse des vorliegenden Datenmaterials, basierend auf den Faktoren „theoretische Rundenzeiten“, „Topspeed“ und „Gewichtssensitivität“, kommt der DMSB zu dem Ergebnis, dass kein signifikantes Ungleichgewicht in der Performance der DTM-Fahrzeuge festzustellen ist», wird der DMSB von der dpa zitiert. «Es gibt daher derzeit keine Veranlassung, in den Verlauf der Meisterschaft einzugreifen.» Und das, obwohl sich die drei Hersteller tatsächlich einig sind.

Es ist eine Entscheidung, die die Hersteller nicht nachvollziehen können. Audi, BMW und Mercedes hatten die vorliegenden Daten geprüft und waren zu dem Schluss gekommen, die Zugeständnisse nachzujustieren. Laut dpa ging es dabei um den Gewichtsvorteil der acht BMW M4 DTM.

Dass der DMSB zu einem konträren Entschluss komme, sei für Audi mit Blick auf die Ergebnisse der gemeinsamen Analyse der Hersteller «nicht nachvollziehbar».

Mercedes’ DTM-Leiter Ulrich Fritz erklärte: «Der Antrag wurde von allen Herstellern aufgrund einer tiefgreifenden Analyse eingereicht, die sowohl Rennen in der Vergangenheit als auch zukünftige Rennen miteinbezieht.»

Die Fahrer sind geteilter Meinung. Die einen halten die Zugeständnisse sowieso für unsinnig, die anderen für hilfreich, um die DTM spannend zu halten. Andere wiederum halten sich raus. Die bisherige Saison zeigt aber, dass es sportliche Abwechslung gibt. Acht verschiedene Polesetter in acht Rennen, dazu sieben verschiedene Sieger.

Unter dem Strich führt BMW wie erwähnt in zwei von drei Wertungen. Das passierte zu einem Teil auf Strecken, die den Münchnern eigentlich nicht liegen. Nun kommt mit Zandvoort ein Kurs, auf dem BMW im Vorjahr einen Siebenfach- und einen Fünffachsieg feierte. Gut möglich also, dass BMW der Konkurrenz nun davonzieht. Und eine Rolle rückwärts wird es wohl auch dann nicht geben.

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