Vorentscheidung in der Motorsportarena Oschersleben

Von Helmut Ohner
Endurance-WM

Am kommenden Wochenende fällt in der Motorsportarena in Oschersleben eine Vorentscheidung in der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Für die serienmäßigen Motorräder der Stocksport-Klasse ist es sogar schon das Saisonfinale.

Das vorletzte Rennen der Endurance-Weltmeisterschaft 2017/2018 verspricht einiges an Spannung. An der Spitze der Zwischenwertung geht es eng zu. Noch liegt F.C.C. TSR Honda France einen Zähler vor dem regierenden Weltmeister GMT94 Yamaha. Auch Honda Endurance ist mit nur 15 Punkten Rückstand in Schlagdistanz. Wer von diesen drei Teams in Oschersleben die Nase vorne hat, darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen.

Der Titelverteidiger GMT94 Yamaha kennt in der Magdeburger Börde am besten den Weg auf das Siegertreppchen, hat die Mannschaft um Christophe Guyot doch schon sechsmal das Rennen als Sieger beendet, so auch im Vorjahr, wo David Checa, Niccolò Canepa und Mike di Meglio mit 318 Runden für die Acht-Stunden-Distanz einen neuen Rekord aufstellten. Der zweite Platz ging an YART-Yamaha vor der Überraschungsmannschaft Maco Racing.

Und YART-Yamaha kommt auch gestärkt nach Oschersleben. Nach achteinhalb Jahren konnten die Langstrecken-Weltmeister 2009 vor wenigen Wochen auf dem Slovakia Ring endlich wieder einen Sieg verbuchen, nachdem man unzählige Male nur knapp daran gescheitert war. Für Broc Parkes und Marvin Fritz war es übrigens der erste Erfolg in der Langstrecken-WM, nur Max Neukirchner kannte dieses Gefühl aus der Vergangenheit von seinen Siegen mit Suzuki Endurance.

Mit NRT48-BMW Motorrad gibt es einen «echten» Lokalmatador, liegt das Hauptquartier doch nur wenige Kilometer entfernt von der Rennstrecke. Nach dem vorjährigen Heimrennen, das sie als zweitbestes Stocksport-Team an der siebenten Stelle beendet hatten, wechselte die Mannschaft um den rührigen Teamchef Ingo Nowaczyk in die Superbike-Kategorie. Bei den bisherigen Rennen hat man gezeigt, dass man mit etwas Glück durchaus ganz vorne mitmischen kann.

Etwas unter den Erwartungen blieben in den drei Rennen der Saison 2017/2018 Suzuki Endurance und SRC Kawasaki, die in den engsten Kreis der Titelanwärter zu zählen waren. Waren es bei SERT technische Probleme vor allem mit der Bremsanlage, brachte man sich im Kawasaki-Team durch Stürze um die Früchte. Die Teams liegen zwei Läufe vor Ende der Weltmeisterschaft lediglich auf den Plätzen 6 und 9.

Obwohl man auf den dritten WM-Lauf auf dem Slovakia Ring mangels Finanzen verzichten musste, liegt das Team WEPOL Racing by Penz13 noch an der vierten Stelle der WM-Tabelle. Selbst nach dem zweiten Platz beim Bol d’Or und Rang 3 beim Langstreckenklassiker in Le Mans ließ sich kein zusätzlicher Geldgeber finden, der an die deutsche Mannschaft glaubte und ihr finanziell unter die Arme greifen wollte.

Mit dem Ausgang des FIM World Cups in der Klasse Superstock zwischen den französischen Equipen Tati Team Beaujolais Racing, Junior Team LMS Suzuki, Moto CRT Ain und 3ART-Moto Team 95 hat die Mannschaft GERT56 by rs speedbikes zwar nichts mehr zu tun, aber nach der ersten Top-3-Platzierung in der Slowakei brennt man rund um Teammanager Karsten Wolf darauf, dieses Resultat in der Heimat zu wiederholen.

WM-Stand (nach 3 von 5 Rennen)
1. F.C.C. TSR Honda France, Honda CBR1000RR, 116 Punkte. 2. GMT94 Yamaha, Yamaha YZF-R1, 115. 3. Honda Endurance, Honda CBR1000RR, 101. 4. WEPOL Racing by Penz13, BMW S1000RR 81. 5. Mercury Racing, BMW S1000RR, 63. 6. Suzuki Endurance, Suzuki GSX-R1000, 55. 7. Bolliger Team Switzerland, Kawasaki ZX-10R, 52. 8. NRT48-BMW Motorrad, BMW S1000RR 49. 9. SRC Kawasaki, Kawasaki ZX-10R, 39. 10. Tati Team Beaujolais Racing, Kawasaki ZX-10R, 36. Ferner: 11. YART-Yamaha, Yamaha YZF-R1, 30. 19. GERT56 by rs speedbikes, BMW S1000RR, und WSB-Endurance, Kawasaki ZX-10R, beide 15. 27. Motobox Kremer Racing, Yamaha YZF-R1, 8. 34. Zuff Racing Team, Honda CBR1000RR, 1.

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