Jenson Button über Norris: «Dachte, das würde ihm zum Verhängnis werden»
Formel-1-Weltmeister Lando Norris war im vergangenen Jahr lange der Jäger und nicht der Gejagte. Entsprechend wenig Leute glaubten zeitweise an seinen Erfolg. Auch Jenson Button irrte sich.
Nicht viele glaubten in der vergangenen Formel-1-Saison daran, dass Lando Norris noch die Wende schaffen würde. Als der Brite in Zandvoort einen unverschuldeten Ausfall hinnehmen musste und aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis machte, waren sich viele sicher: Das war eine WM-Vorentscheidung. Schliesslich hatte der damalige WM-Leader und McLaren-Teamkollege Oscar Piastri auf dem Dünenkurs seinen siebten Saisonsieg einfahren und seinen Vorsprung auf 34 WM-Punkte vergrössern können.
Doch Norris liess sich nicht entmutigen, im Gegenteil: Der grosse Rückstand spornte den ehrgeizigen Briten an, noch härter zu arbeiten, um wieder zu seinerTop-Form zurückzufinden und am Ende den Traum vom WM-Titel zu verwirklichen, wie er rückblickend betonte.
Der 26-Jährige ging dabei immer offen mit seinen Problemen um – und sprach auch über die mentalen Herausforderungen, die ihn quälten. Dadurch entstand bei vielen GP-Beobachtern der Eindruck, dass ihm die mentale stärke fehle, um sich im WM-Fight gegen den stets gefasst wirkenden Australier aus den eigenen Reihen durchzusetzen.
Es kam jedoch anders, und Norris durfte in Abu Dhabi mit dem dritten Platz den WM-Sieg feiern, während Piastri nach einer schwierigen Saison-Schlussphase mit dem dritten WM-Rang hinter Red Bull Racing-Star Max Verstappen Vorlieb nehmen musste. Das Ergebnis überraschte so manchen Fan, und auch Experten wie Jenson Button.
Der Weltmeister von 2009, der als Experte für die britischen Kollegen von «Sky Sports F1» das Geschehen in der Formel 1 einordnet und einer der Ersten war, die nach dem Titelgewinn mit Norris sprechen durften, betonte im Interview mit «BBC Radio Somerset»: «Lando trägt sein Herz auf der Zunge und ich muss gestehen, ich dachte, das würde ihm zum Verhängnis werden.»
Mit Blick auf seinen Landsmann erklärte der 45-Jährige: «Sein Talent steht ausser Frage. Sein Speed ist einfach unglaublich. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie er in Ungarn seinen ersten Test im McLaren absolviert hat. Er war von Anfang an superschnell.»
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