Prinz von Thurn und Taxis: up and down

Von Toni Hoffmann
ERC

Prinz Albert von Thurn und Taxis lieferte beim dritten Lauf zur Rallye-Europameisterschaft mit dem siebten Zwischenrang eine beachtliche Vorstellung, bis zur letzten Prüfung, die Kajetan Kajetanowicz als Sieger beendete.

Die Rallye-Europameisterschaft wandelt in diesem Jahr auf den Spuren der Weltmeisterschaft. Bei den bisher drei ausgetragenen der acht Läufe gab es drei verschiedene Sieger mit zwei unterschiedlichen Marken. In Griechenland meldete sich der Titelverteidiger Kajetan Kajetanowicz nach einem verpatzten Saisonstart mit dem Sieg zurück, und dies ziemlich deutlich. Im Ford Fiesta R5 verwies er den Auftaktsieger Bruno Magalhaes im Skoda Fabia R5 um 2:58,7 Minuten deutlich auf den Ehrenrang. Der Portugiese Magalhaes, der an Fortsetzung seiner EM-Teilnahme denkt, behauptete aber ohne Probleme mit 93 Punkten und 21 Zählern vor Kajetanowicz seine Tabellenführung. «Ich fühle mich wieder toll. Ich danke jedem, der an mich geglaubt hat», sagte Kajetanowicz.

Der erste Tag des einstigen WM-Schotterklassikers ging an Nasser Al-Attiyah, der im Ford Fiesta R5 8,4 Sekunden vor Magalhaes und 29,5 Sekunden vor Kajetanowicz lag. Die Vortagesführung aber war der Rallye-Tausendsassa Al-Attiyah schon auf der ersten Sonntagsentscheidung an Magalhaes los, als der Fiesta zu stottern anfing. In der zehnten Prüfung stellte Al-Attiyah den Ford wegen einer beschädigten Servolenkung ab. Wenig später löste der Europameister Kajetanowicz an der Spitze Magalhaes ab, der von Getriebeproblemen etwas eingebremst wurde. Mit einem Rückstand von bereits 5:05,3 Minuten erreichte Grzegorz Grzyb im Skoda Fabia R5 den letzten Podiumsplatz.

Prinz Albert, Oberhaupt des Hauses von Thurn und Taxis, hat seine Motorsportleidenschaft von der Rundstrecke auf die Rallyepisten verlagert. 85 Rennen bestritt er im ADAC GT Masters und wurde 2010 im Lamborghini auch Meister. In diesem Jahr startet er im Skoda Fabia R5 in der Rallye-Europameisterschaft. Bei der europäischen «Safari», wie die Rallye Akropolis wegen der harten Schotterpisten gerne bezeichnet wird, lag er zusammen mit seinem belgischen Beifahrer Björn Degandt nach dem ersten Tag auf den neunten Rang. Dieser Platz bedeutete aber auch, dass er am Sonntag wegen der umgekehrten Startreihenfolge vorne zu den Straßenkehrern zählte. Dennoch kämpfte er sich bis zur elften und vorletzten Prüfung auf den siebten Platz vor und hoffte auf seine ersten EM-Punkte. «Das ist eine schwierige Rallye. In manchen Bereichen ist der Schotter sehr tief», sagte Albert von Thurn und Taxis nach der elften Prüfung. Die nächste Entscheidung aber beendete der Wahl-Züricher nicht. Er überschlug sich ohne Personenschaden einen Kilometer vor dem Ende der letzten Prüfung.

Ergebnis nach 12 Prüfungen (= 229,74 km):

1. Kajetan Kajetanowicz/Jarek Baran (PL), Ford Fiesta R5, 2:49:40,6 h.
2. Bruno Magalhães/Hugo Magalhães (P), Skoda Fabia R5, + 2:58,7 min.
3. Grzegorz Grzyb/Jakub Wróbel (PL) Skoda Fabia R5, + 6:05,3
4. Alexandros Tsouloftas/Denis Giraudet (CYF), Citroën DS3 R5, + 8:48,3
5. Socratis Tsolakidis/Haris Dimos (GR), Skoda Fabia R5, + 16:49,2
6. Zelindo Melegari/Maurizio Barone (I), Mitsubishi Lancer E9, + 20:05,6
7. Vassillis Drymoussis/Panaylotis (GR), Subaru Impreza STI, + 25:43,5
8. Buǧra Banaz/Burak Erdener (TR), Ford Fiesta R2T, + 26:06,0
9. Ümitcan Özdemir/Butuhan Memişyazici (TR), Ford Fiesta R2T, + 27:45,4
10. Tibor Érdi Jr./György Papp (HU), Mitsubishi Lancer Evolution X, + 30:11,2

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