6h Spa: Zwischenstand vom Rennen der FIA WEC

Von Oliver Müller
FIA WEC

Sonne, Regen und tatsächlich auch wieder Schnee. Die diesjährige Ausgabe der 6 Stunden von Spa-Francorchamps bietet ganz ungewöhnliche Rahmenbedingungen. Dennoch liegt Toyota an der Spitze des Feldes.

Am Samstagmorgen begrüßte die Rennstrecke von Spa-Francorchamps die Protagonisten der FIA WEC mit dichtem Schneefall. Da es im Laufe des Vormittages jedoch wieder abgetrocknet hatte, wurde das traditionsreiche 6-Stunden-Rennen pünktlich um 13:30 Uhr gestartet. In einem von wechselnden Streckenbedingungen geprägten Rennverlauf liegen die beiden Toyota von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López bzw. Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso nach zwei Stunden an der Spitze des Feldes.

Am Start verteidigte Pole-Setter Mike Conway gleich die erste Position vor Teamkollege Sébastien Buemi im zweiten TS050 Hybrid. Dahinter platzierten sich Thomas Laurent (Rebellion) und Newcomer Stoffel Vandoorne im BR1 von SMP Racing. Tatsächlich fand der Rennstart unter absolut trockenen Bedingungen statt, sodass die Fahrzeuge mit Slicks besohlt waren. Doch schon nach knapp fünf Minuten setzten die erwarteten heftigen Regenfälle ein.

Diese Situation führte direkt zu den ersten notwendigen Boxenstopps, was das Feld zunächst etwas durcheinander würfelte. So übernahm Laurent im Rebellion die zweite Position von Buemi und der LMP2 vom Racing Team Nederland den vierten Rang. Gerade als sich nach und nach die gewohnte Reihung an der Spitze des Feldes einzustellen begann, schickte Renndirektor Eduardo Freitas das Safety-Car auf die Strecke.

Hauptgrund für diese Entscheidung war die Tatsache, dass sich dicke Schneeflocken unter den dichten Regen mischten. Unglaublich: Als nach circa 20 Minuten der Neutralisierung die Strecke wieder auf Grün geschaltet wurde, gab es tatsächlich schon wieder Sonnenschein. Schnell holte sich Buemi im Toyota die zweite Position zurück und setzte sich mit Conway vom Rest des Feldes ab.

Im weiteren Rennverlauf übernahm der Schweizer sogar den Lead von seinem britischen Markengefährten. Ein Crash des ENSO CLM-Gibson vom ByKolles Racing Team bei 'La Source' sorgte kurz darauf für die nächste Safety-Car-Phase. Während dieser musste Buemi die Box anlaufen, um Sprit nachzufassen. Da die Boxengasse zum Zeitpunkt des Stopps aber geschlossen war, bekam der Toyota reglementsbedingt einen Zusatzbesuch an der Tankanlage verordnet. Dieser wurde direkt bei Re-Start des Rennens absolviert.

Nach einem kurzen Intermezzo mit dem BR1 von Stoffel Vandoorne in der Rennführung stellten die japanischen Werkswagen wieder die gewohnte Reihung her. Als erster Verfolger dieses Trios stellten sich die LMP2 von Nicolas Lapierre, André Negrão und Pierre Thiriet (Alpine) und Jackie Chan DC Racing (Oreca) heraus. Diese Reihung wird sich im weiteren Rennverlauf aber wieder in Richtung der anderen LMP1 verschieben.

Die so unterschiedlichen Bedingungen sorgten auch in der GTE-Kategorie für mächtig durcheinander im Feld. Den stärksten Eindruck machten dabei aber bislang die beiden Porsche 911 RSR, die immer wieder eine souveräne Doppelführung einnahmen. Ford dagegen musste sich mit den hinteren Positionen abfinden, da die amerikanischen Fahrzeuge die Reifen nicht zum Arbeiten bekamen.

Zwischenstand nach zwei Stunden

1. Conway/Kobayashi/López (Toyota)
2. Buemi/Nakajima/Alonso (Toyota)
3. Aleshin/Petrov/Vandoorne (BR1)
4. Lapierre/Negrão/Thiriet (Alpine)
5. Tung/Aubry/Richelmi (Oreca)

GTE-Klasse
1. Lietz/Bruni (Porsche)
2. Lynn/Martin (Aston Martin)
3. Pier Guidi/Calado (Ferrari)
4. Rigon/Bird (Ferrari)
5. Sørensen/Thiim (Aston Martin)

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