6h Bahrain: Toyota siegt beim WM-Finale

Von Oliver Runschke
FIA WEC
Toyota feiert in Bahrain den ersten erkämpften Saisonsieg

Toyota feiert in Bahrain den ersten erkämpften Saisonsieg

Sébastien Buemi, Anthony Davidson und Stephane Sarrazin (Toyota) holen in Bahrain ersten WM-Sieg. Ferrari gewinnt GTE-Klasse mit Gianmaria Bruni und holt den GTE-Pro-Titel.

Toyota hat mit Sébastien Buemi, Anthony Davidson und Stéphane Sarrazin die 6h von Bahrain gewonnen und damit beim Finale den ersten «richtigen» WM-Sieg in dieser Saison eingefahren. Das Toyota-Trio siegte souverän mit 70 Sekunden Vorsprung vor dem Audi R18 e-tron quattro von André Lotterer, Marcel Fässler und Benoit Treluyer. Der Sieg in der GTE-Pro-Klasse ging an Toni Vilander und Gianmaria Bruni (AF Corse-Ferrari 458 Italia). Bruni holt damit den WM-Titel, da Stefan Mücke/Darren Turner (Aston Martin) nach einem Motorschaden keine Zielflagge sahen. 

Toyota gab beim WM-Finale das Tempo vor während die beiden Audi R18 besonders in der ersten Rennstunde mit den Reifen kämpften. Erst in der zweiten Rennstunde konsolidierte sich der Vorsprung zwischen den beiden führenden Toyota und den Audi. Nach Einbruch der Dunkelheit fuhren die LMP1-Rivalen auf dem gleichen Niveau, doch ein taktischer Fehler von Audi und eine Strafe verhinderten ein direktes Duell um den Sieg. Audi versuchte bei Marcel Fässler einen Doppelstint auf einem Reifensatz zu fahren, doch das Experiment ging schief. Der Schweizer verlor 40 Sekunden und musste anschliessend nach Missachten einer gelben Flagge noch eine Durchfahrtsstrafe antreten. Dadurch handelten sich Lotterer/Fässler/Treluyer einen Rückstand von 80 Sekunden ein, die das Audi-Trio bis zum Rennende nicht mehr aufholen konnte. Toyota und Audi verloren bei den Sechs-Stunden jeweils ein Autos. Wurz/Lapierre/Nakajima (Toyota) und McNish/Kristensen/Duval (Audi) schieden jeweils nach Getriebeproblemen aus. Für den Audi R18 e-tron quattro war bei seinem letzten Renneinsatz der erste Ausfall mit technischem Defekt.

Die LMP2-Klasse wurde zum vierten Mal in fünf Rennen zur Beute von John Martin, Mike Conway und Roman Rusinov (G-Drive-Oreca-Nissan). Olivier Pla, David Heinemeier Hansson und Alex Brundle (Oak-Morgan-Nissan) landeten auf Rang zwei, nachdem der drittplatzierte Greaves-Zytek-Nissan von Björn Wirdheim, Jon Lancaster und Wolfgang Reip kurz vor dem Rennende noch zu einem Splash&Dash an die Box musste. Dem Le-Mans-LMP2-Siegertrio Bertrand Baguette, Martin Plowman und Ricardo Gonzales reicht ein vierter Platz um den LMP2-Titel einzufahren. Pierre Kaffer, Nic Minassian und Luis Perez-Companc hatten im Pecom-Oreca-Nissan gute Chancen auf einen Podiumsplatz, doch in der fünften Rennstunde landete Kaffer offenbar noch einem Bremsproblem in den Reifenstapeln, die Reparatur des Oreca kostete 12 Runden. 

Im GTE-Titelkampf musste Aston Martin Racing eine herbe Schlappe einstecken. Reifenprobleme in der Startphase, die einen zusätzlichen Stopp erforderlich machten, minimierten die Titelchancen der Tabellenführer Stefan Mücke und Darren Turner schon früh, während der Ferrari 458 von Gianmaria Bruni und Toni Vilander (AF Corse) wie ein Uhrwerk lief und in der zweiten Rennstunde die Führung vom Porsche 911 RSR von Jörg Bergmeister/Patrick Pilet übernahm. In der vierten Rennstunde zerplatzen die Titelhoffnungen von Mücke/Turner nach einem Motorschaden, in der letzten Rennstunde musste Aston Martin Racing nach dem Aus des zweiten Pro-Autos von Senna/Lamy/Stanaway dann auch den Markentitel abschreiben. 

Bruni fuhr mit Vilander zum Klassensieg und gewann damit den GTE-Pro-WM-Titel. Bergmeister und Pilet wurden nach einem guten Debütrennen der Evo-Version des Porsche 911 RSR Zweite und fuhren zum besten Saisonergebnis von Porsche bei einem Sechs-Stunden-Rennen der WEC. Fisichella/Kobayashi wurden im zweiten AF Corse-Ferrari 458 Italia GT Dritte. Für die Polesetter Marc Lieb und Richard Lietz war das Rennen schon nach vier Runden gelaufen. Dominik Kraihamer verlor die Kontrolle über seinen LMP2-Lotus und touchierte Lietz, der sich einen Reifenschaden einfing und dadurch eine Runde verlor. Lieb/Lietz beendeten das Rennen auf Rang vier.

In der GTE-Klasse dominierte der «dänische» Aston Martin von Christoffer Nygaard, Kristian Poulsen und Nicki Thiim einmal mehr die Klasse und fuhr zum ungefährdeten dritten Saisonsieg. Jamie Campbell-Walter und Stuart Hall landeten zusammen mit Roald Goethe auf Rang fünf, das reichte den Aston-Martin-Piloten um den GTE-Am-Titel mit einem Punkt Vorsprung vor Rui Aguas und Enzo Potolicchio (8Star-Ferrari 458 Italia) zu holen, die Zweite wurden. Der Proton-Porsche 911 GT3 RSR von Ried/Ruberti/Roda schied nach Problemen mit der hinteren rechten Radaufhängung aus.

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