Pascal Wehrlein: Mit 150 km/h in die Reifenstapel

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Pascal Wehrleins Sauber C36-Ferrari wurde beim Crash stark beschädigt,  Chassis und Getriebe blieben aber heil

Pascal Wehrleins Sauber C36-Ferrari wurde beim Crash stark beschädigt, Chassis und Getriebe blieben aber heil

Sauber-Pilot Pascal Wehrlein musste im zweiten freien Training auf dem Hungaroring einen harten Crash einstecken. Der Deutsche hatte Glück im Unglück und blieb beim Abflug in die Reifenstapel unverletzt.

Pascal Wehrlein war nicht der einzige GP-Star, der am Trainingsfreitag in Budapest einen Unfall einstecken musste. Der Sauber-Pilot produzierte jedoch den spektakulärsten Crash des Tages, der die dritte rote Flagge des Tages verursachte. Was war geschehen? Wehrlein war gerade dabei, die elfte Kurve zu durchfahren, als ihm beim Scheitelpunkt das Heck ausbrach.

Der Deutsche versuchte noch, den Wagen mittels Gegenlenken abzufangen, aber es war zu spät. Er schlitterte über die asphaltierte Auslaufzone in die Reifenstapel. Erst schlug er mit dem rechten Vorderrad an, dann drehte sich das Auto um 180 Grad, sodass er auf der linken Seite in die zweite Reifenmauer einschlug.

«Beim Einschlag hatte ich etwa 150 Sachen drauf», erzählte der Crash-Pilot, der seinen angeschlagenen Renner aus eigener Kraft verlassen konnte, obwohl der Datenschreiber eine Verzögerung von 23 g registrierte. Wehrlein musste sich deshalb im Streckenkrankenhaus untersuchen lassen, doch die Entwarnung folgte schnell. «Zum Glück hat der Reifenstapel einen Teil der Energie abgebaut. Mir geht es gut», berichtete der 22-Jährige hinterher.

Das Auto wurde beim Crash natürlich in Mitleidenschaft gezogen, doch auch da hatte Wehrlein Glück im Unglück. Denn das Chassis blieb trotz des harten Einschlags heil. «Auch das Getriebe sollte unversehrt geblieben sein», erklärte der Mercedes-Nachwuchspilot. Unterboden, Vorderradaufhängung und Lenkstange wurden hingegen in Mitleidenschaft gezogen.

Was die Ursache für den Abflug angeht, tappt Sauber noch im Dunkeln.«Es war komisch. Das Heck ist ohne Vorwarnung ausgebrochen», wunderte sich Wehrlein. Und der DTM-Champion von 2015 betonte: «Wir müssen nun die Daten genau analysieren, um die Ursache für diesen Unfall besser verstehen zu können.»

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