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Bahrain: Verstappen in GP-Sim besser als McLaren! Ferrari-Knall, Hülki P7

Dn GP-Teams geht die Zeit aus, nur noch ein Testtag! Kimi Antonelli vor Oscar Piastri und Max Verstappen, Ferrari knallt der Konkurrenz einen Drehflügel um die Ohren, Verstappen in GP-Sim vor Piastri.

Formel 1

Im Artikel erwähnt





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Das sind die stärksten drei Eindrücke auf dem Bahrain International Circuit, an diesem zweitletzten Wintertesttag: Oscar Piastri hat Max Verstappen die Bestzeit entrissen, der Niederländer in einem stark umgebauten Auto von Red Bull Racing, Ferrari verblüfft die Gegner mit einem oberen Heckflügel-Element, das sich um 180 Grad dreht, und erneut ein Schlag in die Magengrube für den zweifachen Formel-1-Champion Fernando Alonso – sein Aston Martin-Honda blieb wegen Antriebsschadens stehen.

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Ohrfeige für Fernando Alonso mit Aston Martin-Honda

Das Metall-Geklacker beim Ausrollen deutete auf einen Getriebeschaden hin. Zur Erinnerung: Nach zehn Jahren hat der Rennstall aus Silverstone wieder ein eigenes Getriebe gebaut, jahrelang hatte das Team die komplette Hinterachse von Mercedes übernommen, Motor, Getriebe, Aufhängungen. Das ist heute mit Partner Honda natürlich anders. Später bestätigte das Team aber: Nein, es war ein Problem mit dem Motor.

Apropos Honda – der Kanadier Lance Stroll hat über den Motorpartner von Aston Martin gesagt: «Wir brauchen mehr Power, so einfach ist das. Aber es liegt nicht nur an der Antriebseinheit. Wir müssen auch beim Auto zulegen.»

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Sorgenfrei ist so gut wie kein Team zu diesem Zeit der Saisonvorbereitung: Cadillac tauchte eine ganze Weile lang nicht auf, Ferrari verpasste mit Lewis Hamilton fast den ganzen Morgen, Williams und erneut Cadillac mit Stolperstart am Nachmittag, dann rote Flagge wegen Aston Martin-Honda, mit Fernando Alonso am Lenkrad.

Williams hatte am Morgen stattliche 71 Runden gedreht (heute mit Alex Albon am Steuer), aber am Nachmittag war der Wurm drin: Erst nach fast drei Stunden konnte der in London geborene Thailänder auf die Bahn gehen.

Nach einer Stunde am Nachmittag eroberte Max Verstappen die Bestzeit: 1:33,162 min auf Mischung C3 von Pirelli. Zum Vergleich: Ungefähr zur gleichen Zeit fuhr Oscar Piastri im McLaren eine Runde von 1:33,624, mit den härteren C2-Walzen.

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Kurz darauf legte der neunfache GP-Sieger Piastri nach: 1:32,861 min, unter 93 Sekunden war mit diesen Autos in Bahrain noch keiner.

Hey, Lewis! neue Formel 1 ist keine Formel 2

Zum Vergleich: Piastri-Pole zum Bahrain-GP mit der letztjährigen Rennwagen-Generation – 1:29,841 min. Abstand also rund drei Sekunden. Wenn wir daran denken, wie rasant die Autos entwickelt werden, dann kann Lewis Hamilton seine Bedenken aus dem Fenster kippen, Formel 2 (wie der Brite gespottet hatte) ist die neue Formel 1 sicher nicht.

Aber Kimi Antonelli konnte das noch besser: Eine Stunde vor Schluss fuhr der Mercedes-Teenager 1:32,803 min, also 58 Tausendstel schneller als der Australier.

Verstappen in GP-Simulation vor McLaren!

Verstappen rückte mit einem stattlich verbesserten Red Bull Racing-Renner aus. Neu am RB22: Frontflügel, noch schlankere Seitenkasten, Motorverkleidung mit grösseren Luftauslässen, Zusatzflügelchen an der Airbox (Lufteinlass über dem Helm des Fahrers), anderer Diffusor, anderer Zusatzflügel bei der Crash-Struktur am Heck.

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Vor allem aber: Verstappen und Piastri fuhren am Nachmittag beide eine GP-Simulation, und der Niederländer wäre dabei vor dem McLaren ins Ziel gekommen! Zudem fuhr Piastri seine Sim später, als es weniger warm war, umso eindrucksvoller die Leistung von Red Bull Racing-Ford.

Was macht eigentlich Audi? Nico Hülkenberg konnte sich verbessern auf 1:33,987 min, Sechstschnellster, allerdings mit den C4-Reifen. Das ist ermutigend für die Marke mit den vier Ringen.

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Aber auch bei Audi gibt es Sorgen: Gabriel Bortoleto verlor am Morgen wegen eines Hydraulikdefekts Testzeit.

Der Ferrari-Trick

Ferrari verblüffte die Gegner mit dem oberen Heckflügel-Element: Wenn auf Speed gestellt wird, klappt das Teil nicht einfach runter (wie bei den meisten anderen Autos), es dreht sich komplett um 180 Grad! Muss man die Formel 1 nicht lieben für solche technische Leckerbissen?

Die Gegner guckten irritiert ins Regelbuch, aber nein – da steht nichts drin darüber, dass so etwas verboten sei. Und im Gegensatz zu früher ist die Lücke zwischen Hauptblatt und Klapp-/Dreh-Element nicht mehr limitiert.

Der Sinn dieses Flügels, einfach erklärt: Steil gestellt voller Abtrieb, nach hinten gedreht so wenig Luftwiderstand wie möglich. Wir zeigen hier drei Fotos: Flügel steil gestellt, Flügel am Drehen, Flügel umgedreht.

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Allerdings war der Wunder-Flügel nicht lange zu sehen. Denn Lewis Hamilton konnte am Morgen lediglich fünf Runden zurücklagen. Am Nachmittag kam der Brite länger zum Fahren, aber der Flügel war zur Seite gelegt worden.

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Hamilton zwischendurch mit einem harmlosen Ausflug durch ein Kiesbett, ausser dem Stolz wurde nichts beschädigt.

Teamchef Fred Vasseur spielte das Problem am Wagen von Hamilton herunter («das war nur etwas Kleines»), aber jeder Fan weiss – auch ein kleines Problem reicht, um die Zielflagge nicht zu sehen. Und: Das kleine Problem kostete drei Stunden.

Beim Versuchsstart zum Schluss des Tages ging wie am Mittag Lewis Hamilton in Führung, Raketenstart von Ferrari, auch Kimi Antonelli kam gut weg, Max Verstappen im Red Bull Racing-Ford hingegen nicht.

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