Daniil Kvyat: Kein Interesse an Gespräch mit Whiting

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Daniil Kvyat

Daniil Kvyat

Für Daniil Kvyat gab es auch in Ungarn eine Strafe: Der Russe stand nach Ansicht der Rennkommissare Lance Stroll im Weg und wurde dafür gebüsst. Er ist überzeugt: An ihm wurde ein Exempel statuiert.

Toro Rosso-Routinier Daniil Kvyat muss auch in Ungarn eine Strafe hinnehmen. Der Grund: Er stand im Abschlusstraining Williams-Rookie Lance Stroll im Weg. Das britische Team beschwerte sich und die Rennkommissare Garry Connelly, Tim Mayer, Derek Warwick und Lajos Herczeg brummten dem Russen eine Strafversetzung um drei Startplätze sowie einen Strafpunkt auf.

Es ist die dritte Strafe in Folge, die der 23-Jährige aus Ufa kassiert. Bereits in Österreich gab es Ärger, weil er jene Kollision ausgelöst hatte, der Fernando Alonso und Max Verstappen zum Opfer fielen. Und beim darauffolgenden Wochenende in Silverstone gab es erneut eine Strafe für den Crash mit seinem Stallgefährten Carlos Sainz.

Mittlerweile hat Kvyat zehn Strafpunkte gesammelt, womit er einer GP-Sperre immer näher rückt. Denn die FIA hat ein Strafpunktesystem eingeführt, das über einen Zeitraum von zwölf Monaten maximal elf Zähler erlaubt. Das heisst, Kvyat darf sich bis zum 17. WM-Lauf in Austin genau noch einen Strafpunkt einhandeln, sonst muss er einmal zuschauen.

Was die jüngste Strafe angeht, zeigt sich Kvyat uneinsichtig. Auf die Frage, ob er sich unfair behandelt fühle, weil Lewis Hamilton in Silverstone für ein ähnliches Vergehen straffrei ausging, erklärte er, dass man einfach ein Exempel an ihm hatte statuieren wollen.

Und der GP-Star beteuerte: «Mir hat am Funk keiner gesagt, dass da jemand kommt. Sie sagten mir, das niemand hinter mir ist und dass ich das Auto wegen der Vibrationen langsam zur Box zurückbringen solle.»

«Der Tempo-Unterschied zu Stroll war so gross, dass ich aufs Gras ausgewichen bin, um ihm Platz zu machen, sobald ich bemerkt habe, dass er hinter mir ist. Aber das hat ihnen nicht gereicht», seufzte Kvyat weiter.

Trotz der unterschiedlichen Ansichtsweise sucht der 67-fache GP-Pilot kein Gespräch mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting, wie er betont: «Ich sehe keinen Sinn darin und es ist mir mittlerweile auch egal», erklärte er auf die entsprechende Frage.

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